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Haltung von Phelsumen & Mantellen

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Mantella viridis - Phelsuma klemmeri:
Da diese Zusammenstellung ohne Probleme verlief und das Terrarium äußerst interessant zu beobachten war, es war wirklich immer etwas los, entschied ich mich noch ein weiters Becken auf diese Weise zu gestalten. So ein interessantes Becken ist immer ein Blickfang im Wohnzimmer.
Dieses Terrarium hat die Abmessungen 60 X 40 cm als Grundfläche und 80 cm in der Höhe. Beleuchtet wird es ebenfalls mit einer HQL - Lampe, 80W bzw. 125W je nach Jahreszeit. Es wurde im unteren Bereich wieder auf ähnliche Art mit der Wanne eingerichtet und darauf geachtet, daß genügend Unterschlupfmöglichkeiten vorhanden sind.

Bei einem Händler kaufte ich 2 Mantella viridis, es waren die einzigen Tiere die von seiner Lieferung überlebten. Von einem Terrarianer erhielt ich weitere 6 Tiere. Sie sind mit 25-31 mm etwas größer und vor allem kräftiger (fetter) als Mantella madagascariensis. Bisher wurden die Mantella viridis nur an der Nordspitze Madagaskars gefunden. Sie sind auf dem Rücken fast einheitlich grün, mit einem schwarzen Streifen von der Schnauzenspitze über die Augen hinweg bis zu den Vorderbeinen. Die Bauchseite ist schwarz mit grünen Punkten. Die Hinterbeine einiger meiner Exemplare gehen schon farblich stark ins blau. Eine Geschlechterunterscheidung konnte ich nicht ausmachen.
  
Mantella viridis

Die Tiere sind sehr scheu und eher selten zu sehen, was mir beim Fotografieren einige Probleme bereitete. Sie kommen nur zur Fütterung aus ihren Verstecken und nehmen trotz ihrer kräftigen Statur nur Fruchtfliegen und sehr kleine Heimchen und Grillen an.
Nach einer Quarantänezeit setzte ich Mitte Juni diesen Jahres die Buntfröschchen zusammen mit 5 Phelsuma klemmeri in das beschriebene Becken. Die Gruppe bestand aus einem adulten Weibchen, einem semiadulten Paar und zwei Jungtieren mit ca. 5,5 cm Größe.


Phelsuma klemmeri
   Die Klemmeris vertragen sich bis heute gut, sie sind nun fast alle adult und in der Gruppe sind 2 Männchen, ich kann oft alle fünf auf einem Haufen beim Sonnenbad beobachten. Dies würde mal wieder für die Verträglichkeit dieser Phelsume untereinander sprechen.
Auch hier gibt es zwischen Geckos und Fröschen keinerlei Probleme und das benötigte möglichst kleine Futter den Phelsumen deckt sich mit dem der Mantellen.

Nachzucht:
Von Mantella viridis wurden keine Gelege produziert, dies kann mit dem Fehlen der Winterruhe zusammenhängen, da die Tiere schon längere Zeit vom Vorbesitzer gepflegt wurden ohne eine kühlere Periode einzuhalten. Vielleicht habe ich aber nur keine Weibchen oder Männchen.
Die beiden Klemmeri-Weibchen produzierten Gelege und müssen sich also ebenfalls wohl fühlen.

Zusammenfassung:
Wenn sich jemand für dies Art von Fröschen aus Madagaskar interessiert und seine Freude an einem Terrarium hat in dem immer eine gewisse Lebendigkeit von unterschiedlicher Art zu beobachten ist, ist diese Art von Vergesellschaftung zu empfehlen.
Es muß darauf geachtet werden, daß die vergesellschafteten Arten in etwa die selben Ansprüche haben, die Phelsumenart sollte aber auch von der Größe zu den Mantellen passen, ich könnte mir vorstellen, daß dies bei Phelsuma borbonica, P. guimbeaui oder P. flavigularis schon zu Problemen führen könnte und die Mantellen eventuell doch als Futter angesehen werden. Wenn man es zur Nachzucht der Goldfröschchen bringt, sollten auf jeden Fall die Kaulquappen und die kleinen Jungfrösche separat aufgezogen werden.
Das einzige Problem sehe ich darin, gesunde Tiere zu erhalten. Da sie wie bereits erwähnt und auch selbst erfahren werden Mantellen sehr selten nachgezüchtet und sind somit fast nur als Wildfänge zu erhalten und diese sind meist in einem sehr schlechten Zustand, was man den kleinen Tieren nicht ansehen kann.