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Phelsuma seippi

MEIER, 1987

Seipps Taggecko
Benannt nach Herrn Robert Seipp/Frankfurt a. M.

Typusexemplar:
ZFMK 46 702.

Terra typica:
Nossi Bé
 
Phelsuma seippi

Beschreibung:
Eine mittelgroße Phelsume mit einer Gesamtlänge um 150 mm, die sich durch eine sehr ausgeprägte dreifache V-Zeichnung auf der Kopfunterseite und einen sehr ausgeprägten Zügelstreifen auszeichnet. Außergewöhnlich für Phelsumen ist die bei Männchen und Weibchen vorhandene intensive rosa Bauchfärbung. Phelsuma seippi ist oberseits intensiv grün gefärbt mit unregelmäßigen Rotflecken .


P. seippi, Weibchen
  Desweiteren auffällig sind die kleinen dunklen Striche auf der Schwanzoberseite und das dunkle, manchmal auch in Prachtfärbung fast schwarze Band von der Schnauzenspitze zum Auge, das sich hinter dem Auge als ausgeprägter Zügelstreifen fortsetzt. Die Hell-Dunkel-Fleckung auf der Oberseite der Vorder- und Hinterbeine einschließlich der Finger und Zehen ist stark ausgeprägt.
In der Färbung besteht kein wesentlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern. Jedoch ist die Analregion der Männchen gelblich hervorgehoben und besitzt 22 bis 29 Präanofemoralporen.

Verbreitung und Lebensraum:
Phelsuma seippi ist zur Zeit nur von Nossi Bé und einer kleinen Lokalität auf dem gegenüberliegenden Festland bekannt und lebt dort überwiegend in geschlossenen Waldgebieten und deren Randzonen.
Das Klima in diesem Lebensraum zeichnet sich durch geringe Tag-Nacht-Schwankungen und eine hohe Luftfeuchtigkeit aus. Im Lokobe-Wald (Nossi Bé) wurden im April 1990 Tagestemperaturen um 30°C bei ca. 90 Prozent Luftfeuchtigkeit gemessen. Nachts liegt die Temperatur nur unwesentlich darunter .

Fortpflanzung im Terrarium:
Für die Pflege dieser ansprechenden Phelsume genügt ein Terrarium mit den Abmessungen 30 x 40 x 70 cm (Breite x Tiefe x Höhe). In diesem Terrarium kann bei entsprechender Bepflanzung (Waldbewohner) ein Paar Phelsuma seippi gepflegt, und auch regelmäßig zur Nachzucht gebracht werden.
Die Eiablage erfolgt etwa alle 30 Tage. Die Eier werden anschließend in einen Inkubator überführt und die Jungtiere schlüpfen dann nach ca. 55 Tagen bei einer Zeitigungstemperatur von 26°C.
 
P. seippi, Jungtier
Die Aufzucht der Jungen erfolgt zweckmäßigerweise einzeln in Kleinstterrarien. Bei ausgewogener Ernährung wachsen die kleinen Phelsumen rasch heran.

Frank Bruse