Fang’ den Gecko

von Jürgen Bartosch (IGP-Rundschreiben 1/2000)

 

Immer wieder ist es notwendig einen unserer Pfleglinge aus einem Terrarium herauszufangen, sei es um ihn in ein anderes Becken zu setzen, zum Arzt zu bringen, oder an einen anderen Pfleger abzugeben. Und dann beginnt das Drama. . .

Pfleger und Pflegling ringen miteinander, taktieren, versuchen das Gegenüber zu überlisten. Der kleine Schützling flüchtet in Todesangst vor den riesigen Händen, der Pfleger bangt, dass die kleine, flinke Phelsume nicht plötzlich im ganzen Zimmer gejagt werden muss.
Wahrscheinlich entwickelt jeder Gecko-Halter mit der Zeit eine eigene Methode, die kleinen Schützlinge möglichst schonend einzufangen. Um vielleicht dem einen oder anderen einige unbefriedigende Versuche zu ersparen, möchte ich im folgenden die Methode vorstellen, mit der wir inzwischen gute Erfahrungen gemacht haben.

Als Hilfsmittel verwenden wir dazu ein Kunststoff-Terrarium, wie es sie im Zoohandel in verschiedenen Größen zu kaufen gibt. Das kleinste Exemplar (siehe unten, Breite 18 cm, Höhe 13 cm, Tiefe 11 cm) ist dafür optimal, da es einfach in unsere normalen Terrarien hineingestellt werden kann.

Auf dem durchsichtigen Klappdeckel haben wir einen dünnen Nylonfaden mit einem Klebestreifen befestigt. Der Faden wird dann durch die Öffnung nach innen und durch einen benachbarten Lüftungsschlitz wieder nach außen geführt. In den Fangbehälter werden dann ein paar kleine Grillen oder ähnliches, was unsere Pfleglinge zielsicher anlockt, als Köder eingesetzt. Ist der Behälter im Terrarium platziert – natürlich mit offenem Deckel – wird der rund einen Meter lange Nylonfaden durch den Tür- oder Schiebescheibenspalt nach außen geführt. Dann heißt es im Hintergrund warten, bis die zu fangende Phelsume sich über den Köder hermacht.

Zieht man dann am Nylonfaden geht der Deckel zu und bleibt auch zu, wenn man den Faden gespannt hält. Hat sich der Pflegling beruhigt kann man den Behälter entnehmen. Bei sehr scheuen Exemplaren kann diese Methode allerdings einige Geduld erfordern, dafür müssen aber gerade die schreckhaften Tiere nicht durchs ganze Becken gejagt werden.

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