Nachzuchtvermittlung

 

 

Ziele
Die IG Phelsuma plädiert aus Tier- und Artenschutzgründen gegen die Einfuhr von Wildfängen zum Zweck der kommerziellen Vermarktung. Einen wesentlichen Schwerpunkt der IG-Arbeit stellt deshalb die Nachzucht möglichst vieler Phelsumenarten dar. Bei zahlreichen Arten ist es inzwischen gelungen, stabile Terrarienpopulationen aufzubauen, so dass ausreichend Nachzuchttiere für die Terrarienhaltung zur Verfügung stehen.

 

Probleme bei Import und Vermarktung von Wildfängen
Viele Phelsumenarten sind in Ihrem natürlichen Biotop vom Aussterben bedroht. Durch die gravierende Zerstörung der Lebensräume auf Madagaskar sowie auf einigen anderen Inseln des Verbreitungsgebietes steht vielen Arten nur noch ein sehr begrenztes Vorkommensgebiet zur Verfügung. Werden zusätzlich noch Tiere für den Export gefangen, kann dies zum Erlöschen einzelner Populationen und im ungünstigen Fall zum Aussterben der Art führen. Deshalb sind alle Phelsumenarten im Washingtoner Artenschutzabkommen im Anhang II aufgeführt (Ausnahme P.guentheri, WA I).
Bis die Wildfänge von ihren Herkunftsländern ins Zoofachgeschäft gelangen, sind sie außerordentlichen Strapazen ausgesetzt. Vom Fang über die Hälterung beim Exporteur in Madagaskar, den Transport nach Deutschland sowie den weiteren Stationen vom Großhändler bis ins Geschäft müssen die Phelsumen ständig wechselnde Bedingungen verkraften. Viele Tiere gelangen so schon geschwächt zum Zoofachhändler, so dass Tierverluste die Regel sind. Leider sind bei den meisten Händlern auch die Haltungsbedingungen unzureichend. Hinzu kommt, dass den territorialen Verhaltensweisen der Phelsumen aus Platzgründen nicht entsprochen werden kann, so dass die Unterbringung in großen Gruppen oder in wenig vorteilhafter Vergesellschaftung mit anderen Reptilien/Amphibien üblich ist.

Ein weiteres Problem von Wildfängen ist deren Gesundheitszustand. Ganz normal für alle Wildfangtiere ist das Vorhandensein von Innen- und Außenparasiten. Während ein vitales Wildtier eine bestimmte Parasitenlast ohne erkennbare Symptome bewältigt, kann es unter den beschriebenen Bedingungen zu massiver Vermehrung des Parasiten kommen, was in den meisten Fällen dann mit dem Tod des Wirtstieres endet. Ein noch gutes Erscheinungsbild des Tieres täuscht hier oft über den tatsächlichen Zustand hinweg.

Tiere aus Nachzuchten
Dies alles sind Gründe sich bei Interesse an der Gattung Phelsuma für Nachzuchten zu entscheiden. Unsere Mitglieder, vornehmlich aus der Bundesrepublik, aber auch aus den Niederlanden, Belgien, Österreich, Schweden und der Schweiz stellen Ihre Nachzuchten gern dieser Vermittlungsaktion zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um an Terrarienbedingungen gewöhnte Tiere, die mit Fachwissen und Liebe aufgezogen wurden und alle Voraussetzungen mitbringen, ihre zukünftigen Pfleger lange zu erfreuen. Zudem steht mit dem Züchter ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung, der bei Fragen zu den erworbenen Tieren gerne weiterhilft.

Vermittlung
Wenn Sie sich für Nachzuchten der IG Phelsuma interessieren, steht Ihnen unsere Vermittlung unter folgender Telefonnummer zur Verfügung:

0 73 51 – 2 23 58