Aquarienkies als Bodensubstrat ?

Hier geht es z.B. um Terrariengrößen, Einrichtung, das viel diskutierte Thema "Licht", u.v.m.

Aquarienkies als Bodensubstrat ?

Beitragvon Lorenzo » Mi 16 Feb, 2005 20:29

Hallo, eine Frage.

Ich habe mein Terrarium mit Aquarienkies (unten Körnung 4-7mm und darüber 1-3mm) gefüllt.
Die Bepflanzung natürlich nicht im Kies, sondern in großen Buddanüssen mit Erde.

Für die Luftfeuchtigkeit habe ich auch einen Wasserfall.

Phelsumen halten sich ja eh nicht auf dem Boden auf.
Jetzt habe ich gelesen, dass Phelsumen gelegentlich die Steine für den Calziumbedarf fressen und dies gefährlich sein kann ( Darmverschluss).

Tiere habe ich noch keine. Bin noch beim Einrichten.
Hat jemand Erfahrung mit dem Kies ??

Danke für eine Antwort

Matthias (Lonni)
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Beitragvon Krissy » Mi 16 Feb, 2005 20:40

Hallo!

Also ich würde keinen Kies nehmen. Das könnten die wirklich fressen. meine sind auch schon mal an Seramis rangegangen.
Außerdem halten die Steine nicht die Luftfeuchtigkeit und wenn mal wasser überläuft wirds nicht aufgesaugt.

Gruß krissy
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nochmal zum Kies

Beitragvon Lorenzo » Mi 16 Feb, 2005 21:40

Einerseits muß ich ja auch sagen, dass die Tiere eigentlich nicht "blöd" sind und in freier Natur auch nicht sachen fressen, welche schädlich wären.
Da achtet ja auch keiner darauf.
Immerhin gibt es diese Arten seit Millionen von Jahren.

Dies ist jedenfalls so mein Gedanke.

Lonni :?
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Beitragvon Ben-CHI » Mi 16 Feb, 2005 22:47

Also bei mir haben PhelsumenWeibchen Aquarienkies aus einem ausgetrocknetem Wasserteil aufgenommen....
Zu Verstopfung kam es nicht.Ich denke aber auch das man das nicht riskieren sollte.
Der Aquarienkies eignet sich gut als Drainageschicht über die ich noch eine Schicht ungedüngte Blumenerde machen würde.Ist ein guter Wasserspeicher für die Pflanzen und macht auch optisch im Phelsumenbecken mehr her.Aber das ist natürlich Geschmackssache :wink:
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Beitragvon michi » Do 17 Feb, 2005 0:04

Hallo Lorenzo,

ich habe eine ganze Zeit lang Aquarienkies im Becken meines pasteuri Pärchens benutzt. Einige Male hatte ich 2-3 Körner des Kieses zusammengebabbt an der Decke des Terrariums kleben - meine einzige Erklärung war, dass die Tiere den Kies gefressen und an der Decke wieder ausgeschieden haben. Das scheint also kein Problem zu sein.
Bei Seramis ist das allerdings eine ganz andere Sache. Wenn ein Gecko ein Trockenes Seramiskorn frisst wird dieses sicher den Darm verschließen, da das Korn alle Feuchtigkeit aufnimmt die es zum hinausgleiten bewegen könnte.
Mitlerweile bin ich, genau wie Ben, dazu übergegangen, Aquarienkies als Drainage 1-2cm hoch auf den Boden zu füllen und anschließend ein Blumenerde Torf Gemisch obendrauf zu geben. Es bewächst einfach schneller als Seramis oder Aquarienkies und sieht von Anfang an natürlich aus.

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Beitragvon lagarto » Do 17 Feb, 2005 8:55

Fressen die Tiere auch Kies, wenn Kalkstückchen im Terrarium ausliegen? :?:
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Beitragvon Lorenzo » Do 17 Feb, 2005 9:56

Also ich habe jetzt jedenfalls bei Reptilica.de Bodensubstrat aus reinem Kalzium bestellt. In der Beschreibung steht, dass dieses sogar förderlich sei wenn es gefressen wird. Ich will es über das jetzige streuen. Ich möchte nicht alles wieder ausräumen.


Grüße Lonni
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Aquarienkies als Bodensubstrat

Beitragvon living-jewels » Do 17 Feb, 2005 15:51

Hi Leute,

mir sind mehrere Phelsumenzüchter bekannt, die als Bodengrund, Quarzsand oder Muschelkalksplitt verwenden und es scheint definitv förderlich bei der Kalziumverwertung zu sein.

Ich verwende 4-8mm starke Blähtonkugeln als Drainageschicht und streue darüber eine 5 cm dicke Schicht Torfkultursubstrat/Quarzsand im Verhältnis 3 zu 1. Dies hat sich bei mir sehr gut bewährt was die LF anbelangt, die Pflanzen wachsen prächtig (frei eingesetzt) und es sieht auch noch sehr natürlich aus.

@Lorenzo:
Dieses Kalzium-Bodensubstrat ist bestimmt nicht falsch, allerdings könnte es bei der Regulierung der Luftfeuchtigkeit zu Problemen kommen. Evtl. solltest du einen kleinen Wasserfall o.ä. installieren.

Viele Grüße,
Frank Schreiber

Halte diverse Phelsumen, nachtaktive Gekkonidae, Mantellen und europäische Landschildkröten.
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Re: Aquarienkies als Bodensubstrat

Beitragvon Gast » Do 17 Feb, 2005 17:25

living-jewels hat geschrieben: Quarzsand oder Muschelkalksplitt (....)scheint definitv förderlich bei der Kalziumverwertung zu sein.


Hallo Frank,

Quarz ist ein Silikat und besitzt keine Ca-Bestandteil, kann also auch keinen Kalk ersetzen.
Daher nochmal meine Frage: Fressen die Tiere Kieselsteine (auch Quarz), wenn zeitgleich Kalkstücke angeboten werden?
Ich stelle hier mal die These auf, daß die Aufnahme von nicht oder nur leicht kalkhaltigem Material (Quarzsand/-kies, Blähton, Seramis) nur dann erfolgt, wenn die Tiere Kalk benötigen.

Gruß
Lagarto
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Beitragvon Andrea » Do 17 Feb, 2005 19:58

Hallo,
bei mir steht den Tieren immer eine Kalziumquelle im Terrarium zur Verfügung (geriebene Sepiaschale/Hühnereischale). Trotzdem gehen die Weibchen an den Sand im Flußbett. Laut Greckhamer soll die Aufnahme kleiner Steinchen etc. die Verdauung fördern. Wie gesagt konnte bis jetzt nur die Weibchen bei diesem Verhalten beobachten....

Schöne Grüße,
Andrea
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Beitragvon Krissy » Fr 18 Feb, 2005 15:31

Meinen Tieren steht auch immer Kalk zur Verfügung. Trotzdem hab ich ausgeschiedenes Seramis gefunden. Ist aber immer ohne Komplikationen gewesen.

Gruß
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