Projekt Phelsuma

Hier geht es z.B. um Terrariengrößen, Einrichtung, das viel diskutierte Thema "Licht", u.v.m.

Projekt Phelsuma

Beitragvon Lenny » Di 02 Sep, 2014 0:30

Hallo,

nachdem ich nun schon viele Jahre Leopardgeckos, Kronengeckos und Warane halte und züchte, möchte ich mir endlich den Traum von Phelsumen erfüllen.

Ein sonderangefertigtes OSB-Terrarium mit den Maßen 60x50x80 LxTxH + 25 Lichtkasten ist bereits in Auftrag gegeben.
Das Terrarium soll mit Epoxidharz grundversiegelt werden. Ursprünglich geplant war, darauf mit Aquariensilikon eine Korkrückwand zu befestigen. Nun ist mir aber der Gedanke gekommen, dass diese ja durchaus zu verrotten beginnen könnte oder sich vielleicht zu sehr mit Wasser aufsaugt.
Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen gemacht? Ist meine Sorge bei einem Phelsumenterrarium, welches ja nicht unbedingt dauerhaft komplett nass sein muss, unbegründet oder sollte man die Korkrückwand irgendwie zusätzlich versiegeln? Falls ja, habt ihr einen guten Vorschlag? Würde eine Epoxidharzversiegelung auf dem Kork zu sehr glänzen? Wie ihr seht, da bestehen einige Unsicherheiten :D


Eine weitere Frage wäre die Beleuchtung.
Derzeit gedenke ich, in dem Terrarium eine 70W Bright Sun Jungle zu installieren und ggf. 2 T5 Röhren für eine gewisse Grundhelligkeit und/oder eine zusätzliche 35W HQI Lampe.

Was sagt ihr dazu?


Vielen Dank schon mal im Voraus für eure Antworten,

Lenny
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Re: Projekt Phelsuma

Beitragvon PeterB » Mi 03 Sep, 2014 12:39

Ich habe noch nie eine Korkwand versiegelt. Komme aber aus dem Flug-Modellbau und kenne mich daher mit Epoxidharz gut aus. Wenn du die Korkwand versiegeln möchtest (ich glaube aber Kork saugt sich nicht voll) kannst du die Oberschicht einfach mit Schleifpapier nach dem Auftragen und Aushärten des Harzes anrauhen - gut abspühlen danach. Dann glänzt die nicht mehr ;)
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Re: Projekt Phelsuma

Beitragvon Kerstin Willms » Mi 03 Sep, 2014 21:01

Hallo!
Also meiner Meinung nach verwendet man ja Kork aus dem Grund, das es Feuchtigkeit gut aufnimmt, und nach und nach wieder abgibt,
also in so einem Tropenterra für ein gutes Raumklima sorgt.
Ich habe meine Rückwand aus Fliesenkleber gemacht,
und da drauf Korkstücke geklebt, oder eher gesagt mit eingeklebt.
Ringsrum den Fliesenkleber habe ich mit Klarlack versiegelt, aber nur aus lauter Vorsicht, denn Fliesenkleber ist auch Wasserfest.
Was die Beleuchtung anbelangt, benutze ich Hqi strahler 70 W, und eine Leuchtröhre im Unteren Teil, da mein Terra 1.80 Hoch ist.
Da es zum grössten Teil aus schwarzer Gaze besteht, bestrahle ich für eine Std am Tag von schräg oben,aussen mit einer Osram Vitalux
Ich hoffe, ich konnte helfen..
LG Kerstin
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Re: Projekt Phelsuma

Beitragvon Zocki82 » Mi 03 Sep, 2014 23:42

Hallo Lenny,

ich betreibe ein (Vollglas-)Terrarium mit ähnlichen Maßen (60x40x80) und kann Dir da paar Erfahrungswerte geben.
Bzgl. des Korks musst Du Dir keine Sorgen machen. Diese mit Epoxidharz zu versiegeln halte ich für überzogen und sieht nicht schön / unnatürlich aus. http://www.phelsuma-astriata.de/bauanl_terra.htm mal als Beispiel
Ich verwende Zierkorplatten in der Rück- und einer Seitenwand. Habe zur Vorsicht allerdings die Korkplatte nicht bis zum Boden, sondern kurz über dem Bodengrund abgeschnitten, damit das feuchte Substrat nicht das Kork "angreift". Wegen Futtertieren haben ich dann unten eine Silikonnaht gezogen, damit keine dahinterkrabbeln. Das Abdichten mit Silikon mache ich auch bei Bambusrohren, die im Substrat stecken (etwas mit Zewa unten zugestopft und mit Aquariensilikon leicht überzogen). Ansonsten kann ich nur das gesagte von Kerstin bestätigen bzgl. Feuchtigkeitsregulierung von Kork.

Die OSB-Platten würde ich innen aber auf jeden Fall bei Feuchtterrarien versiegeln.

Bzgl. der Beleuchtung würde ich auf jeden Fall zwei Narva Biovital 24W T5 LSR verwenden für die Schattenaufhellung / Grundbeleuchtung. Eine 70W Bright Sun halte ich bei den Maßen und OSB für viel zu viel. Ich habe eine 50W Solar Raptor und erreiche ohne Beleuchtungskasten bei 21°C Raumtemperaturen die optimalen Werte. Abstand 10 cm über Gaze und weitere 20 cm zum Sonnenplatz sind der empfohlene Abstand.
Auf Grund der Dämmung vom OSB-Terrarium und des Wärmestaus im Beleuchtungskasten würde also eine 35W Solar Raptor / Bright Sun ausreichen. Du kannst notfalls noch einen 20W Niedervolt Halogenspot einplanen, den Du dann bei Bedarf zuschalten kannst.
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Re: Projekt Phelsuma

Beitragvon Zocki82 » Do 04 Sep, 2014 6:43

Wenn Du bei der Bright Sun bleiben möchtest, nimm lieber die Desert anstelle Jungle. Das hat weniger mit dem Einsatzgebiet zu tun und die Desert entspricht eher dem Tageslicht wie die Solar Raptor (5000k). Glaube die Bright Sun Jungle hat 4000k und soll damit das Licht unter Blattwerk im dichten Regenwald simulieren. Phelsumen sind aber keine Regenwaldbewohner in dem Sinne und auch die Narva Biovital LSR haben 5800k.
Kannst jauch je nach Art das Terrarium dichter bepflanzen.
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Re: Projekt Phelsuma

Beitragvon Lenny » Do 04 Sep, 2014 20:06

Hey,

vielen Dank für eure Antworten.

Nachdem ich alle eure Erfahrungen und Einschätzungen gelesen habe, wird es dann wohl eine Korkrückwand. Das OSB darunter werden wir komplett mit Epoxidharz versiegeln.
Hält auf Epoxidharz Aquariensilikon ohne Probleme oder sollte man es etwas aufrauen, um den "Grip" zu verbessern?
Das mit der Bright Sun Desert scheint mir auch sehr sinnvoll. Ich muss dann mal schauen, ob ich auch fertige Stecksysteme für die Bright Sun in 35W bzw 50W bei ebay finde, da mir das nötige Geschick fehlt, ein EVG selbst steckerfertig mit einer Fassung zu verbinden.. und mal ehrlich: die Original-EVGs von Lucky Reptile sind viel zu teuer! Eine Bright Sun sollte es dann aber schon werden, da ich bei meinen Waranen damit sehr gute Erfahrungen gemacht habe und das einfach für mich DIE Lampe für sonnenliebende Tiere ist.

Bezüglich der T5-Röhren hätte ich dann noch eine Frage: Wenn man ein EVG für 2x 21W kauft und man macht dort 2x 15W Lampen rein, funktioniert das trotzdem noch einwandfrei (also VG hat mehr Watt als Röhren)?


Liebe Grüße

Lenny
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Re: Projekt Phelsuma

Beitragvon Zocki82 » Fr 05 Sep, 2014 21:49

Hi Lenny,

Klar kannst Du Silikon auf glatten Oberflächen wie Epoxidharz verwenden :-). Denk mal an den Einsatzbereich beim Kleben von Glasterrarien und im Sanitärbereich.

Bzgl. HQI-Vorschaltgerät kannst Du alternative EVGs wie von Osram oder Phillips verwenden, nur kommst Du da ums "Basteln" nicht drum herum. Fachmann musst Du aber nicht sein und wenn ich da an mein original Solar Raptor EVG denke, musste man da nur die beiden Adern in die Lampenfassung schrauben. Rest war schon dran. Das schafft man auch als Laie :-).
Finde diese Steckverbindungen von Lucky Reptile aus technischer Sicht nicht so toll. Birgt immer eine zusätzliche Schwachstelle und Widerstand.
Tests haben bzgl. nicht originalen EVGs übrigens ergeben, dass sie Auswirkungen auf die Lichtausbeute und das Spektrum haben. Fand ich nicht so toll und hab lieber 50 anstelle 25 € fürs EVG bezahlt, um auf Nummer sicher zu gehen. Die Leuchtmittel sind teuer genug. Wenn dies dann noch Auswirkungen auf die Haltbarkeit hat... Dafür weist das EVG glaub 50.000h auf ~ 11 Jahre bei 12h/Tag.

Beim EVG für die LSR kannst Du auch welche mit leicht höherer Wattage nehmen. Wenn man z.B. bei Osram sich von dem entsprechenden Leuchtmittel das Datenblatt anschaut und am Ende die kompatiblem EVGs dazu, findet man auch Multi-Watt-EVGs und bei der 24W LSR ein EVG mit 26W: http://www.osram.de/media/resource/hires/336512/family-data-sheet-lumilux-t5-ho-de-luxe.pdf
War das mit den 15W nur ein Besipiel oder hast Du vor derartige LSR zu verbauen?

Für 2x24W gäbe es z.B. von Osram das QTP5 2x24-39 in langer Form für T5-Röhren. Bekommste schon mit Versand für 17 €.

Viele Grüße
Oliver
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Re: Projekt Phelsuma

Beitragvon Lenny » Fr 05 Sep, 2014 22:25

Hey,

wenn wir grade bezüglich der Beleuchtung schon so konkret werden:

momentan ist geplant, eine 35W Bright Sun zu installieren. Ein EVG-"Set" hierfür (also Philips bzw. Osram EVG inkl. Fassung und steckerfertig) habe ich bei eBay schon im Visier.
Dazu sollen auf jeden Fall noch 2 T5 Röhren zum Einsatz kommen.
Dabei dachte ich bisher an 2 24W HO T5 Röhren und zwar diese: http://terrarientechnik.de/Terrarienbel ... :9008.html

Als Vorschaltgeräte hatte ich hierfür folgendes vorgesehen, sofern es von der Länge her auch reinpasst: http://terrarientechnik.de/Terrarienbel ... :7455.html

Hoffentlich passen die dann auch in das Terrarium, habe heute dem Terrarienbauer noch eine E-Mail geschrieben, dass er, sofern er noch nicht mit dem Bau begonnen hat, die Länge insoweit verlängern soll, dass das Terrarium innen 60cm lang ist, damit die Röhren auch sicher reinpassen.
Falls die 35W Bright Sun und die 2 T5 Röhren nicht ausreichend für Wärme sorgen, was ich momentan nicht befürchte, werde ich noch einen zweiten 35W HQI Strahler besorgen.

Über die genaue Art sind wir uns noch immer nicht einig, wir haben ein paar Favoriten, jedoch haben alle so ihre Vor- und Nachteile.

Phelsuma nigristriata sind sehr schön und behalten wohl meist ihr schönes grün, sind auch häufig recht zutraulich, aber verhältnismäßig klein.
Phelsuma ornata sind ebenfalls sehr hübsch und wohl recht leicht zu halten, können aber im Terrarium schnell ihre schönen Farben verlieren und sind dann eher braun.
Phelsuma cepediana haben da wohl das gleiche Problem, nur dass sie zusätzlich relativ scheu und auch nicht ganz unproblematisch während der Reproduktionsphase sind.
Phelsuma astriata... da fallen mir grad keine wirklichen Nachteile zu ein, außer dass sie in ihrer Prachtfärbung nicht ganz so spektakulär aussehen, wie z.B. Phelsuma ornata oder Phelsuma cepediana.
Und zu guter letzt mein momentaner Favorit Phelsuma guimbeaui, wo die Weibchen aber wohl auch nicht ganz so unproblematisch sein sollen.

Falls jemand den Nerv hat, meine obigen Aussagen zu entkräften oder zu verstärken, kann dies gerne tun; über persönliche Erfahrungen zu Haltung der o.g. Arten bin ich sehr dankbar.


Liebe Grüße

Lenny
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Re: Projekt Phelsuma

Beitragvon Zocki82 » Sa 06 Sep, 2014 11:00

Bzgl. Beleuchtung hört sich das gut an. Sind die besagten Narva BioVital...
Bekommst Sie noch günstiger bei digitalo/voelkner, je nachdem ob Du alles aus einer Hand haben willst... Die Befestigungsleiste mit dem EVG von ENT (dürfte sogar das von Osram sein), wäre aber sicher die beste Wahl für wenig Bastelaufwand. Mir gefällt nur nicht die Schutzklasse wegen Feuchtterrarium. Ich würde lieber sowas hier einsetzen: http://www.zooprofi.de/product_info.php?refID=fro&info=6129
Wahrscheinlich nehm ich's aber zu genau :) .
Denk dann noch an die Reflektoren für die LSR: http://terrarientechnik.de/Terrarienbeleuchtung/T5-Leuchtstoffroehren-Reflektor/Arcadia-T5-Reflektor-fuer-24-W-14-W::9003.html

Sollte dass mit den korrigierten Maßen nicht mehr hin hauen (Holz dürfte nur 1 cm dick sein), dann müsstest Du auf die Narva Kompaktleuchtstofflampe BioVital (KLD-L) zurückgreifen. In dem Falle musst Du aber basteln... ganze Verkabelungen und den Reflektor gibt's nicht in einer fertigen Version. Habe so einen Reflektorbau für mein Ausweichterrarium hinter mehr... aufwendig.
Dafür kannst Du anstelle der 24W auch die 36W dank der kompakten Bauweise verbauen. Das wäre für Cepediana und Ornata auch besser.
Bei der 40/55W Version könnte es je nach Holzstärke und Sockel eng werden.

Der Beleuchtungskasten ist fester Bestandteil des Terrariums, wenn ich das richtig verstanden habe. Wird der Bereich zu den Lampen durch Gaze gesichert? Ich hoffe ja...

Du willst ein Paar halten? Je nach Art (vor allem bei Astriata), solltest Du ein ausreichendes Ausweichbecken mit einplanen.
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Re: Projekt Phelsuma

Beitragvon Lenny » Sa 06 Sep, 2014 13:09

Hey,

danke für deine Antwort.
Wenn das Holz auf beiden Seiten je 1cm dick ist, müsste das eigentlich reinpassen. Die Innenlänge des Terrariums wären dann 58cm, Rückwand wird ja im Lampenkasten nicht eingesetzt. Das, was du mir da grade geschickt hast von zooprofi, habe ich auch in meinem Waranterrarium für 54W (?) T5 HO Röhren verbaut. Bezüglich der Feuchtigkeit dürftest du Recht haben, sodass es dann wohl eher das Hagen-Vorschaltgerät wird. Reflektoren werden dann selbstverständlich dazu bestellt, die habe ich jetzt in meiner Auflistung nur vergessen.
Am Unsichersten bin ich mir derzeit noch bei der Wattstärke der Bright Sun, da ich zum einen befürchte, dass eine 35W Variante im unteren und mittleren Bereich nicht für ausreichend Wärme sorgt, aber zum anderen die 50W oder 70W Variante punktuell für zu viel Wärme sorgen und das Terrarium insgesamt zu sehr aufheizen könnte.

Das Terrarium und der Beleuchtungskasten werden durch Gaze getrennt sein. Das eigentliche Terrarium ist 60x50x80cm groß, auf der Höhe von 80cm ist dann Gaze gespannt und darauf folgen dann 25cm Lichtkasten mit einem abnehmbaren Deckel.

Es ist ein Paar Phelsumen geplant. Als Quarantäneterrarium steht ein 50x30x50cm Terrarium mit Gazedeckel bereit, welches bei herben Streitereien für einen Teil auch als Ausweichterrarium geplant ist; zumindest solange, bis dann ein richtiges Ausweichterrarium gebaut wurde. Zur Not wäre auch noch ein 42x42x76cm Flexarium vorhanden.

Liebe Grüße

Lenny
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Re: Projekt Phelsuma

Beitragvon Zocki82 » So 07 Sep, 2014 15:35

Hi Lenny,

dann plan erstmal die 35W Bright Sun ein und die beiden 24W T5-Röhren und teste erstmal so 1-2 Wochen damit.
Zu klären wäre dann aber wirklich ob Dein Terrariumbauer die Länge auf 60 cm Innenmaß noch erhöhen kann. Wenn Du das Hagen Vorschaltgerät schon hast, kannst Du ja die Endkappen ausmessen, um den Platzbedarf zu ermitteln.

Den Sonnenplatz kannst Du dann etwa 15 cm unter der Gaze einrichten. 10 cm müsstest Du oben haben und der empfohlene Abstand ist 30 cm. Die Gaze filtert aber so 20% noch raus, also kannst Du etwas näher ran gehen.
Ich habe für solche Zwecke ein Bambusrohr mit dünner Angelschnur an der Gaze befestigt und kann somit die Höhe variieren.

Erst dann würde ich mir Gedanken wegen der Zusatzwärme machen. Leider kann ich Dir bzgl. normalen 35W HQI-Strahlern keine Erfahrungswerte geben. Ich habe für solche Fälle in meinem Ausweichbecken ein Niedervolt-Trafo für 12V Halogen und LED Spots ohne Mindestlast und konnte damit solange experimentieren, bis das entsprechende passende Leuchtmittel für die benötigte Wärme gefunden wurde. Dabei kannst Du sowohl den etwas robusteren Sockel GU10 nehmen oder wie ich den GU5.3 - GU4 Kombisockel. Da passen dann auch die NV Halogen Spots von Lucky Reptile rein, die es mit 5, 10, 20, 35 und 50W gibt, die einen alubedampften Reflektor haben und somit etwa 80% der Wärme nach vorne strahlen und nicht wie normale Baumarkt-Spots mit Kaltlicht(spiegel)reflektor einen Großteil nach hinten. Es gibt aber auch von Osram und Co diese speziellen Halogen Spots.

Meine Phelsume hält sich übrigens meist ganz oben auf. Es wäre also nicht so schlimm, wenn hauptsächlich die Temperatur im oberen Drittel stimmt. Aber wie gesagt kann man viel spekulieren. Teste erstmal mit dem o.g. Setup und viel Spaß beim Einrichten!
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Re: Projekt Phelsuma

Beitragvon Zocki82 » So 07 Sep, 2014 20:21

Da hast Du Dir übrigens außer P. astriata und nigristriata recht anspruchsvolle Arten, die nicht unbedingt für den Einstieg bei den Phelsumen bekannt sind, rausgesucht.
Das was Du gehört/gelesen hast, stimmt alles.
Falls Du noch mehr Entscheidungshilfe brauchst, Haltungsberichte gibt es einmal hier und auf folgenden Seiten:
phelsuma-world.de
taggecko.ch
reptiles-universe.com
Fach-Literatur gibt's auch noch zu den jeweiligen Arten.

Weitere Optionen für die Terrariengröße wäre P. dorsivitatta (13 cm Gesamtlänge), Phelsuma lineata lineata (bis 14,5 cm), P. pasteuri (12 cm), wobei Dir erstere beide eher attraktiv vorkommen werden.
Wie Du auch sagtest ist P. astriata sehr aktiv und ich finde auch sehr hübsch: phelsuma-astriata.de
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Re: Projekt Phelsuma

Beitragvon Tomboy » Sa 13 Sep, 2014 22:18

[quote="Kerstin Willms"]Hallo!
Also meiner Meinung nach verwendet man ja Kork aus dem Grund, das es Feuchtigkeit gut aufnimmt, und nach und nach wieder abgibt,
also in so einem Tropenterra für ein gutes Raumklima sorgt.


hallo, also ich habe noch nie erlebt das sich ein weinkorken vollsaugt oder dann feuchtigkeit abgibt.
mfg Thomas


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Re: Projekt Phelsuma

Beitragvon PeterB » Mo 22 Sep, 2014 10:07

Ja wobei es dann auch auf den Kork ankommt. Durch eine leicht rauhe Oberfläche setzt sich durch die Kapilarwirkung oberflächlich natürlich Wasser fest. Das wird aber auch schnell wieder frei gegeben. Also für viel Luftfeutigkeit in der Nacht (und länger) wenn man abends sprüht, bringt es schon einen "Vorteil", wenn man es dann so wünscht. Bei Laticaudas z.B. die tagsüber nicht viel Feuchtigkeit brauchen und in der Nacht schon, kann es von Vorteil sein ;)
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Re: Projekt Phelsuma

Beitragvon Lenny » Sa 25 Okt, 2014 15:46

Hallo,

ich wollte diesen Thema mal updaten, damit man auch mal sieht, wohin die Beratung geführt hat.

Meine Freundin und ich haben in Hamm 0,1 Phelsuma guimbeaui erworben. Das Tier ist vor knapp 11 Monaten geschlüpft. In einem knappen Jahr wird dann ein Männchen dazugeholt, eventuell davor oder danach noch ein weiteres Weibchen, sodass es gegebenenfalls früher oder später eine Gruppe von 1,2 oder 1,3 wird.
Derzeit befindet sich das Tier, da Phelsuma guimbeaui recht langsam wachsen, noch in einem 50x30x50 Terrarium (sowohl zur Quarantäne als auch zur Aufzucht).
Das Füttern von der Pinzette klappt mal gut, mal nicht, weshalb wir derzeit noch gelegentlich ein Behältnis (einen Froop-Becher) ins Terrarium hängen, in dem sich dann einige bestäubte Futtertiere befinden.

Das Endterrarium ist schon fast fertig, es müssen nur noch Feinabstimmungen bei der Temperatur durchgeführt werden. Die Außenmaße betragen 62x50x105cm (LxTxH). In der Höhe unterteilt sich das Terrarium in zwei Bereiche, zum einen der "Innenbereich" mit 80cm Höhe und der Lichtkasten mit 25cm Höhe. Die beiden Bereiche sind durch einen schmalen Rahmen und stabile Gaze getrennt.
Als Beleuchtung haben wir derzeit eine 35W Bright Sun Desert, eine 35W HQI Lampe (Einbaustrahler; leider derzeit noch das falsche Leuchtmittel mit der Lichtfarbe WDL) und 2x 24W T5 HO Röhren Biovital. Falls die notwendigen Temperaturen, die ja bei Phelsuma guimbeaui eher etwas höher sein sollten, durch die beiden 35W Lampen und die Röhren nicht erreicht werden, wird die 35W HQI Lampe mit einem Spotstrahler ersetzt.
Die Namen der Pflanzen weiß ich leider nur noch teilweise, unter anderem eine Efeutute, ein Ficus pumila und unverkennbar Bogenhanf. Wir haben uns bewusst gegen eine dichtere Bepflanzung entschieden, da wir zum einen den Fokus auf die Stämme legen wollten und zudem in anderen Terrarien die Erfahrung gemacht haben, das grade die Efeututen wie unkraut wachsen und früher oder später das Terrarium komplett einnehmen. Gegebenenfalls werden noch Tillandsien oder Bromelien zum Ankleben an den Ästen für den Feinschliff gekauft.
Das Terrarium ist aus OSB, wurde von innen mit drei Schichten Epoxidharz versiegelt, worauf dann mit Aquariensilikon die Korkrückwand geklebt wurde. Die meisten Schlitze, die Heimchen als Unterschlupf dienen könnten, wurden mit Aquariensilikon abgedichtet.

Auf den Bildern sieht man zunächst das aktuelle Aufzucht- und Quarantäneterrarium (ja, sehr steril ist es nicht bis auf den Bodengrund, das wird es auch nur, sofern bei den Kotproben Parasiten entdeckt werden). Die Bilder von dem Endterrarium wurden gemacht, während NUR die Bright Sun Desert leuchtet, daher wirkt es sehr dunkel. Bei eingeschalteten Röhren und dem zweiten Strahler sieht es aber schon ganz anders aus. Das letzte Bild wurde leider nicht gedreht, ihr müsst leider euren Kopf drehen :D

Sooo und jetzt die große Preisfrage: Verbesserungsvorschläge zum Wohle des Tieres (optisch sind wir sehr zufrieden)?

http://www.directupload.net/file/d/3786 ... sg_jpg.htm
http://www.directupload.net/file/d/3786 ... kr_jpg.htm
http://www.directupload.net/file/d/3786 ... lx_jpg.htm
http://www.directupload.net/file/d/3786 ... 2l_jpg.htm
Zuletzt geändert von Lenny am Sa 25 Okt, 2014 16:06, insgesamt 3-mal geändert.
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