optimale Beleuchtung??

Hier geht es z.B. um Terrariengrößen, Einrichtung, das viel diskutierte Thema "Licht", u.v.m.

optimale Beleuchtung??

Beitragvon Heike72 » Mo 07 Feb, 2011 17:10

Hallo, hab mich hier angemeldet um ganz viele Info's über den Madagaskar Taggecko Grandi zu bekommen und zur Einrichtung des Terrariums.
Hab auch schon einiges gelesen unser Terrarium soll die Größe von 100x60x180 haben und da soll dann entweder erst mal ein Jungtier einziehen bis man sicher weiß welches Geschlecht dieser dann hat oder schon ein Adultes Pärchen aber das wird sich dann zeigen wenn soweit ist.
Jetzt erst mal zum Terrarium wie sieht es mit der optimalen Beleuchtung für dieses Terrarium aus?
Hab zwar schon einiges gelesen aber irgendwie steh ich auf dem Schlauch, vielleicht kann mir ja jemand sagen in welcher Kombination man die Lampen einbaut
es gibt ja welche für Wärme welche für UV-Licht und dann gibt es ja auch noch diese die etwa nur 20 Minuten am Tag leuchten.
Was wäre die optimale Beleuchtung für dieses Terrarium?
Würd mich über viele liebe Antworten freuen

Liebe Grüße
Heike
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Re: optimale Beleuchtung??

Beitragvon olaft » Mo 07 Feb, 2011 17:48

Hallo Heike,

willkommen im Forum und Glückwunsch zur Entscheidung für einen Phelsuma grandis (so heißen sie offiziell).

Terrarienmaß und Tierplanung klingen schon mal gut, zum Licht: Du hast ein breites und hohes Terrarium, deshalb brauchst Du zwei lichtstarke Lampen nebeneinander. Eine mit UV-Anteil wie die Bright Sun oder Solar Raptor, dazu eine HQI-Leuchte, jeweils mit 70/ 75W, mittig über dem Terrarium. Damit hast Du die Wärme weitestgehend erreicht, eine Grundhelligkeit und UV.

Dazu kommen noch einfach zwei Leuchtstoffröhren mit Tageslichtfarbe (860) über die 1m Länge, vorne und hinten, zusätzlich zur Schattenaufhellung. Wegen der Temperatur brauchst Du u.U. (nach Montage und Messen im eingerichteten Terrarium) noch einen einfachen Strahler (hell und warm) aus dem Baumarkt (preiswerter als im Zoohandel...).

Die Vitalux, die Du mit den 20 min am Tag meinst, ist damit unnötig. UV hast Du mit einer andere Lampe, die dazu für Licht und Wärme sorgt- wofür die Du sonst eine andere zweite Lampe bräuchtest.

Ich hoffe, es ist verständlich, sonst bitte weiter fragen.

Gruß Olaf
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Re: optimale Beleuchtung??

Beitragvon Heike72 » Mo 07 Feb, 2011 20:23

Hallo Olaf
danke für deine Antwort das hilft mir ja schon mal weiter
wieviel Watt müssten dann die Leuchtstoffröhren haben?

Liebe Grüße

Heike
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Re: optimale Beleuchtung??

Beitragvon Anolis05 » Di 08 Feb, 2011 1:29

Hallo Heike,
bei der Länge es Terrariums kannst Du 20-30Watt Röhren nehmen.Die gehen praktisch über die gesamte Länge des Terrariums.
Dem was Olaf geschrieben hat ist sonst nichts mehr hinzuzufügen.
Die Vitalux ist seit ein paar Jahren out.Bright Sun bzw. Solar Raptor sind da wesentlich besser und nicht so umständlich im Einsatz.
Die Vitalux braucht mindestens 1m Abstand vom Tier.
Gruß
Heinrich
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Re: optimale Beleuchtung??

Beitragvon Heike72 » Di 08 Feb, 2011 7:08

OK, alles klar, Danke euch beiden
ach so eine Frage hätt ich noch alle Lampen leuchten dann den ganzen Tag (12-14 Stunden)?
Oder macht ihr es so das man einen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang simuliert und im Abstand die Lampen an und ausschaltet?

Liebe Grüße

Heike
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Re: optimale Beleuchtung??

Beitragvon olaft » Di 08 Feb, 2011 12:19

Hallo Heike,

bei mir läuft alles gleichzeitig. Du kannst aber auch, um den "natürlichen" Ablauf zu simulieren, mit den Leuchtstoffröhren starten und dann die anderen nach 30 - 60 min zuschalten- abends umgekehrt. Dann wird es erst hell und dann noch heller und wärmer und abends kühlt es sich erst ab und dann ist es ganz dunkel.

Wobei "natürlich" in den Tropen fast so aussieht, dass es auf einen Schlag annähernd hell oder dunkel ist.

Gruß Olaf
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Re: optimale Beleuchtung??

Beitragvon Anolis05 » Di 08 Feb, 2011 12:53

Hallo Heike,
da hat Olaf auch wiederum Recht.
In den Tropen gibt es praktisch keine Dämmerung.Spätestens 15 Min. nach Sonnenuntergang ist es stockdunkel.
Was viele auch nicht wahrhaben wollen:
In den Tropen wird es nachts meist ziemlich kalt.Da geht das Thermometer teilweise 20 Grad runter.brrrrrrrrrrrrrr
Viele Terrarianer geraten schon in Panik wenn es nachts im Terrarium 5Grad kälter wird. :Whistle
Gruß
Heinrich
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Re: optimale Beleuchtung??

Beitragvon Heike72 » Di 08 Feb, 2011 13:22

Super DANKE für eure Antworten hat mir schon sehr geholfen
jetzt weiß ich wenigstens wonach ich suchen kann DANKE

Liebe Grüße

Heike
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Re: optimale Beleuchtung??

Beitragvon geckolove » Do 10 Feb, 2011 13:00

hi,
also was willst du denn mit so einem riesen terra ??? hoffentlich verläuft sich der kleine nicht und findet wieder nach hause ;-)... also im ernst ich kenne sehr viele erfolgreiche privatzüchter die für m.grandis terras mit einer höhe von nicht mehr als 70 cm nutzen. zack basta das reicht ! es wird ohnehin viel quatsch geschrieben über körperlänge in verbindung mit terragröße und bla bla bla (ist alles über einen kamm geschoren und wenig differenziert). ich kann ja auch einen esel nicht mit einem windhund vergleichen.... das meiste beruht heute immer noch auf vermutungen dazu kommt noch wenig experimentierfreude viel angst und viel ego... ich finde das hier die pure erfahrung viel wichtiger ist als diese ständingen unbewiesenen mutmaßungen. also im klartext:
grandis ist eher faul und träge. es sich unverwüstliche robuste und kräftige tiere die meist den ganzen tag unter der sonne liegen (ganz genau so wie standingi). die tiere springen schon alleine wegen ihrer körpergröße nicht den ganzen tag umher wie klemmeris oder so. daher reicht ein deutlich kleineres terra von der höhe und breite als das was du geplant hast. ich habe sehr gute erfahrungen gemacht mit einem terra von 50x50x70 und mir sind genug andere privatzüchter bekannt (wie gesagt) die seit jahren erfolgreich mit dieser größe auch züchten. ich halte meinen grandis auch sehr erfolgreich in dieser terragröße und der bock knallt nur so vor neongrün...
ich kenne sogar einen tierarzt der als reptilienspezialst ein standingi-pärchen (sind ja auch ähnliche große brocken) in einem 70er hohen becken hält. also die gewaltige terra-größe die da immer publiziert wird ist meiner meinung nach ein wahrer mythos (wie bei so vielen dingen).
licht:
hinsichtlich des lichts gibt es einfach nichts besseres als ne bright sun jungle (in diesem fall). als alternative noch ne solar raptor. also bei ner 70er oder von mir aus auch 80er terra-höhe reicht sogar ne 50 watt mit elektronischem vorschaltgerät als A L L E I N I G E S licht völlig aus. einfach oben drauflegen oder ins terra einlassen. ne fette bambusstange quer drunter in einem 25-30 cm abstand fertig. der grandis wird diesen platz nicht mehr verlassen wollen. ein parr robuste echte pflanzen zum wasserlecken top...die neonröhren und das ganze brauchste dann gar nicht...
also und ne osram vitalux hab ich für mein dreihornchamäleon (der braucht sowas, sogar der geht aber oft lieber unter die bright sun) aber der grandis kann damit gar nix anfangen und wird auch nix vermissen bei der bright sun oder raptor...übrigens (nur zur info) bei dem ganzen hype um das uv-licht. es gibt auch bei der ig sehr erfahrene züchter die seit jahren deutlich sensiblere phelsumen pflegen und zwar mit viel tageslicht und wärme aber g ä n z l i c h ohne uv-licht und haben auch keine probleme...nichtsdestotrotz habe ich beobachtet dass die tiere unter uv- doch einen tick agiler sind...ich hoffe ich konnte dir n bissl helfen...
p.s. dein grandis wird sich eher auf die heuschrecken konzentrieren die du ihm reinreichst als auf wanderschaft im terra zu gehen ;-)
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Re: optimale Beleuchtung??

Beitragvon Heike72 » Do 10 Feb, 2011 15:08

@geckolove
Also ich bin schon der Meinung, um so größer um so besser, schließlich kann der "Kleine" ja bis zu 30cm groß werden,
und ich denke, daß die grandis sich in einem großen Terra mit vielen Kletter-und Rückzugsmöglichkeiten sicherlich wohler
fühlen. Und wenn man ein Pärchen hält, so können sie sich wenigstens manchmal ein "bißchen" aus dem Weg gehen.

Liebe Grüße

Heike
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Re: optimale Beleuchtung??

Beitragvon MarkusK. » Do 10 Feb, 2011 15:54

Die Terrariengröße ist meiner Meinung nach stark abhängig vom Zweck der Haltung. Das die "Mindestmaße" eingehalten werden sollten versteht sich von selbst. Wenn ich als privater Phelsumen-Halter 1 Terrarium im Wohnzimmer stehen habe baue ich dieses möglicherweise aus optischen Gründen größer und geräumiger als ein Züchter mit 40 - 50 Terrarien in seinem Terrarienzimmer.
Der Züchter baut diese nach Zuchterfolg und um möglichst viele Tiere züchten zu können. Ihm reichen die Mindestmaße.
Der Private-Halter baut das Terrarium auch für sich, also kann er ja gern größer gestalten. Dem Tier wird das sicher keinen Zacken aus der Krone brechen.

Es kommt im Grunde also auch auf den Umfang der Tierhaltung an :)
1,1,3 Phelsuma laticauda angularis (0,0,2 abzugeben: Schlupf vom 03.03.2011)
1,1 Phelsuma grandis
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Re: optimale Beleuchtung??

Beitragvon olaft » Do 10 Feb, 2011 20:11

Und nach dem Text von geckolove scheint es sich hier um einen "Vermehrer" zu handeln. Anders als jemand, der aus Spass an den Tieren agiert. Tiere mit einer Gesamtgröße bis 30 cm in einem Becken von 50 x 50 x 70 cm zu halten ist meiner Meinung nach so etwas wie Legebatterien-Haltung- und die ist ja inzwischen abgeschafft.

Und bei 50W auf 80 cm Höhe im normalen Wohnzimmer mit 21°C möchte ich mal die Temperaturen an den üblichen Stellen im Becken wissen. Und finde besonders den Hinweis interessant, dass man die Lampen "ins Terra einlassen" kann.

Wie gesagt, meine Meinung. Darf jeder anders handhaben. Und auch entscheiden, wo er Nachzuchten kauft.

Gruß Olaf
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Re: optimale Beleuchtung??

Beitragvon Big Jim » Do 10 Feb, 2011 22:27

Hmmm, 50x50x70cm finde ich auch ein bisschen zu klein. Andersrum ist 100x60x180 meiner Meinung nach zu groß.
Klar, besser zu groß als zu klein. Phelsumen sind außerdem alles andere als träge. Ich habe ein 3 1/2 Jahre altes
Phelsuma kochi Männchen und ein 3 Monate altes Phelsuma grandis Jungtier und die sind ständig im Terrarium unterwegs.
Allerdings nutzen sie zu 80 % den oberen Teil. Deswegen bin ich der Meinung das sie selbst bei einer übertriebenen Höhe
von z.B. 2m nur die obersten 30cm nutzen würden. Also reicht auch ein kleineres Terra. Aber jeder wie er mag. Hauptsache
den Tieren geht es gut.

LG Svenja
0.0.1 Phelsuma grandis
1.0.0 Phelsuma kochi
1.1.0 Anolis carolinensis
0.3.0 Chinchillas
0.1.0 Katze
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Re: optimale Beleuchtung??

Beitragvon Anolis05 » Fr 11 Feb, 2011 0:45

Hallo geckolove,(seltsamer Vorname)
bei Deinen Ausführungen über die Terrariengröße kann ich nur den Kopf schütteln.
Hast Du Dir schon mal angesehen wie groß die Territorien in freier Wildbahn sind?
Das sich Tiere in winzigen Terrarien vermehren ist mit Sicherheit kein Zeichen von "Wohlfühlen" sondern eher das Gegenteil.
Die folgen nur ihrer Bestimmung und vermehren sich noch schnell bevor sie krepieren.
Die "Schlangenzüchter" machen es ja vor mit der Zucht in Butterbrotdosen.
Der Halter hat sich an die Bedürfnisse der Tiere anzupassen und nicht die Tiere an die Platzmöglichkeiten des Halters. :!:
Solche Sprüche wie:
"ne bright sun jungle (in diesem fall). als alternative noch ne solar raptor. also bei ner 70er oder von mir aus auch 80er terra-höhe reicht sogar ne 50 watt mit elektronischem vorschaltgerät als A L L E I N I G E S licht völlig aus."
Du solltest Dir mal ein Thermometer und ein Luxmeter zulegen. ;)
Besonders Dein Rat:
"einfach oben drauflegen oder ins terra einlassen. "
zeugen von Deiner eminenten Erfahrung. :Whistle
Das kleine 1x1 der Terraristik kennst Du jedenfalls nicht.
Hast schon mal ne brennende BS oder SolarRaptor angefasst?
Solltest Du mal tun.Du würdest dann solche Ratschläge sicherlich nicht mehr erteilen.
Im übrigen würde ich Dir und eigentlich Jedem dringend empfehlen das Buch: Grundlagen der Terrarienhaltung
zu lesen.
Gruß
Heinrich
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Re: optimale Beleuchtung??

Beitragvon Dieter » Fr 11 Feb, 2011 8:49

Hi Geckolove
Tja, was bleibt den Tieren in einem so kleinen Becken anderes übrig, als faul rumzuhängen? Ich halte 2 Phelsuma grandis frei in einem Zimmer (keine Angst, das Klima passt schon, tagsüber 28°C/60%). Die Tiere sind sehr aktiv, sind tagsüber nahezu dauernd unterwegs und nutzen den zur verfügung stehenden Raum vollständig aus. Dein Votum zugunsten kleiner Terrarien kann ich in keinster Weise nachvollziehen geschweige denn unterstützen. Klar können die Tiere auch in einem 70er-Becken leben, aber artgerecht ist das sicher nicht und die negativen Auswirkungen beschreibst du ja gleich selber. Und zuguterletzt kommt noch dazu, dass du dich mit einem 70er-Becken zumindest in der Schweiz strafbar machst.
Auch die Geschichte mit dem UV (ja, ich weiss, ein Dauerbrenner) ist nicht nachvollziehbar, obwohl ich weiss, dass viele Halter ihre Tiere über Suplementierung mit Vitamin D3 versorgen. Es geht aber gar nicht nur um die Bildung von vitamin D3. Studiere mal das Farbsehvermögen von Reptilien und du wirst feststellen, dass eine Haltung ohne UV (in diesem Fall UVA) nicht artgerecht sein kann. Das wäre in etwa so, wie wenn du in einer Welt ohne blau leben müsstest. Klar würdest du überleben, aber die Freude an einem strahlendblauen Himmel oder einem tiefblauen See würde deinem Gemüt auf Dauer wohl fehlen. Ich denke, einem Tier dürfte es nicht anders ergehen.
Dein Beitrag ist m.E. auf der ganzen Linie kontraproduktiv und entspricht gedanklich der Zeit, in der Zoos noch reine Menagerien waren.

Gruss Dieter
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