Phelsuma Ornata frisst nicht mehr ...

Probleme bei der Fütterung? Welche Vitamine und Mineralstoffe? Hier geht es rund um die Ernährung unserer Pfleglinge.

Phelsuma Ornata frisst nicht mehr ...

Beitragvon Fletscher » Mo 08 Mai, 2006 20:05

Hallo zusammen,
ich habe ein Problem mit meinem Ph.Ornata Weibchen und möchte das hier mal posten und um eure Meinung bitten.
Neben anderen Phelsumenarten befindet sich seit ca. einem Jahr ein einzelnes (0,1) Ph.Ornata in meinem Bestand, welches ich nun eigentlich bald vergesellschaften wollte, bzw. bin immer noch nicht fündig geworden bezügl. 1,0.
Das Tier ist DNZ von 12/04 und hat vor etwa 1,5 Wochen die erste Eiablage vollzogen, natürlich Wachseier. Nun, seitdem nimmt es keinen Bissen mehr zu sich, verweigert strickt jegliches Futter. Es ist auch bereits merklich abgemagert und ich will auch nicht mehr lange zögern, den TA aufzusuchen.
Eine Besonderheit zu dem Tier: Es ist eigenartig kleinwüchsig. Als ich es im letzten Frühjahr in Hamm erstanden hatte, konnte es alsgleich eine Woche nicht klettern, erst nach der nächsten Hätung wieder. Auch im weiteren Verlauf hat es zwar regelmäßig gefressen, aber sehr groß ist es nicht gerade geworden. Hatte vorher ja keine Ornata, daher fehlte der Vergleich. Als letztens mal ein anderer Phelsumenhalter bei mir war, hätte er es nicht für möglich gehalten, dass mein Ornata bereits über ein Jahr alt ist, "sähe aus, wie max. 3-4 Monate".
Ob das alles einen Zusammenhang hat, mag ich nicht beurteilen.
Es sei noch zu erwähnen, dass ich das Ornata halte, wie meine anderen Phelsumen, d.h.: UV+Vitamine OK, Becken, Temp. usw. auch. Daher schließe ich Haltungsfehler mal als Ursache aus. Zumindest hatte ich in bislang 3 Jahren derlei Probleme noch nie.
Was mich jetzt mal interessieren würde ist, ob auch andere Ornata Halter evtl. ähnliche Erfahrungen gemacht haben ?
Für jeden Beitrag möchte ich mich vorab schonmal bedanken.
Viele Grüße,
Fletscher
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Beitragvon living-jewels » Di 09 Mai, 2006 8:40

Servus Torsten,

habe schon bereits von mehreren Ornatas (ausschließlich Weibchen) gehört welche einen Zwergwuchs aufwiesen.

Ob es sich dabei um einen genetischen Defekt oder eine Art Verbuttung handelt, vermag ich nicht sicher zu behaupten.

Michi hatte mal so ne "Zwergenbraut"... vielleicht äußert er sich mal dazu!?

Grüße,
Frank Schreiber

Halte diverse Phelsumen, nachtaktive Gekkonidae, Mantellen und europäische Landschildkröten.
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Beitragvon michi » Mi 10 Mai, 2006 22:01

jap, tut er.


Hatte tatsächlich mal ein solch kleinwüchsiges Tier, das ich damals zusammen als Nachzucht mit meinem Pärchen erstanden habe. Das Tier war mit 8 Monaten runde 6cm klein, also eher auf klemmeri-niveau. In den folgenden Monaten konnte ich es noch auf etwas über 7cm bringen, weiter allerdings nicht mehr.
Im Zuge einer Bestandsverkleinerung habe ich das Tier an einen Freund abgegeben. Bei ihm war das Tier dann plötzlich nicht mehr Schreckhaft und legte plötzlich ordentlich an Gewicht zu. Wenig später wurde das Tier dann trächtig und legte Wachseier. Nein, nicht ganz - das ablegen der Eier funktionierte nicht. Das Tier starb äußerst unförmig an Legenot.

Ich muss allerding zugeben, dass ich selbst für Maskarenenphelsumen kein gutes Händchen habe. Da sind andere Halter sicher kompetenter.

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Beitragvon Fletscher » Mi 10 Mai, 2006 22:17

Hmm, komische Geschichte. Bei meinem Ornata existieren die Probleme ja auch seit erster Eiablage.
Brei und Innereien von Heimchen frisst es übrigens. Fragt mich aber bitte nicht, wie ich auf die Idee gekommen bin, Innereien von Heimchen anzubieten ...
Also konnte ich das Tier durch vermehrte Gabe von Brei mit Vitaminpulver gemischt etwas aufpäppeln. Aber kann ja kein Dauerzustand sein, dass es keine festen Insekten mehr frisst ...
Träge oder gar krank wirkt das Tier übrigens ganz und gar nicht. Im Gegenteil ist es sehr flink und aufgeweckt. Aber etwas mager.

@Michi:
Wer wäre denn ein solcher kompetenter Ornata Halter ?
Viele Grüße,
Fletscher
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Beitragvon michi » Mi 10 Mai, 2006 22:37

Hmm... eigentlich halte ich Frank für den kompetentesten Ornatahalter in meinem näheren Umfeld ...
Hab die Erfahrung gemacht, dass die Maskarenen sich durch irgendwelche Kleinigkeiten so sehr stressen lassen, dass sie einfach eingehen - ohne sichtbaren Grund.
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Beitragvon Fletscher » Mi 10 Mai, 2006 22:47

Das mit dem stressen kann ich nur unterstreichen. Denn das Problem mit dem mangelnden Klettervermögen beim Erwerb damals, konnten ja auch andere Ornata Halter bestätigen. Scheint ja auch so eine Art Stress Phänomen zu sein ...
Viele Grüße,
Fletscher
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Beitragvon Jan » Do 11 Mai, 2006 11:18

Hoi,

dieser Zwergenwuchs kommt bei Phelsuma ornata ebenso wie bei Phelsuma guimbeaui leider sehr häufig vor. Meiner Meinung und Erfahrung nach, kommt es besonders oft zu dieser Kleinwüchsigkeit, wenn die Jungtiere in den ersten Monaten schlecht bzw. suboptimal versorgt werden. Schlechte Belüftung, falsche Temperaturen, schlechtes Licht und Druck durch dominante Artgenossen sind alles solche Faktoren die es beeinflussen. Meist kommen gleich mehrere solche zusammen. Wenn die Jungtiere einmal im Wachstum zurück geblieben sind, holen sie es kaum noch auf und bleiben solche Kümmerlinge. Besonders wichtig scheint mir eine gute Versorgung mit Vitamin D3 zu sein, da ornata sehr schnell seine Calcium Vorräte aufzubrauchen scheint! Durch Freilufthaltung und Gaben von Vigantoletten (SuFu, habe öfters mal was dazu geschrieben) schafft man es oftmals aber die Tiere einigermaßen stabil zu halten. Mir bekannte Kümmerlinge sind selten über die 9cm Marke gekommen und oftmals gehen sie nach der ersten Eiablage zu Grunde. Tiere dieser Größe können aber durchaus normale Eier legen, wo wiederum auch gesunde Jungtiere raus schlüpfen. Wichtig wie erwähnt, ist halt eine optimale Versorgung! Warum gerade Phelsuma ornata so sensibel ist, vermag ich leider nicht zu sagen. Hoffe ich konnte weiterhelfen,
Gruß Jan
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Beitragvon Fletscher » Do 11 Mai, 2006 23:07

Erstmal Danke für die Antworten.
Hmm, nun wie gesagt, in der ersten Woche bei mir konnte er nicht klettern. Erst nach der nächsten Häutung wieder. Mag sein, dass das so ein Faktor war, der ihn in seinem Wachstum gehemmt hat (war damals 2 Monate alt). Die Versorgung und Unterbringung war ansonsten optimal. Er hatte eine Parzelle eines Aufzuchtsblocks mit 30x30x50 Abmaßen. In der benachbarten Parzelle saß ein deutlich kleineres Jungtier Ph.Comorensis. Unterdrückung: negativ. Futtertiere wurden alle mit Calcicare 40+ (240.000 IE Vit.D3, also deutlich mehr als Korvimin) bestäubt und direkt verfüttert. Das Tier machte auch nie Anzeichen einer Unterversorgung oder hatte sonst irgendwelche Probleme, bis auf den Kleinwuchs. Erst seit seiner ersten Eiablage macht es oben genannte Probleme.
Zum Thema Vigantoletten: Ich kenne das Präparat bezogen auf Verabreichung bei akuten Mangelerscheinungen. Gibst du deinen Ornatas generell Vigantoletten ??
Viele Grüße,
Fletscher
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Beitragvon Jan » Mo 15 Mai, 2006 18:58

Hoi,

also die Vigantoletten kann man bei empfindlichen Arten (bei den anderen eigentlich genauso ;-) ruhig 1 mal im Monat ohne Bedenken zB. dem Honigwasser oder ähnlichem beigeben. Bei meinen ornatas und guimbeauis habe ich es in der Legephase auch regelmäßig in 4-6 wöchigen Abständen getan. Auch Marco hat damit gute Erfahrungen gemacht und wir haben so schon den ein oder anderen Kanditaten wieder Top-Fit gemacht :-)
Zu deinem kleinwüchsigen Tier:
Evtl. könnte es ja sogar so sein, dass es schon älter als 2 Monate war, als du es erworben hast, sowas weiß man ja nie...
Deine Aufzuchtbedingungen klingen so schon mal recht gut! Du solltest drauf achten, dass keine Stauluft entsteht, weiß ja nich wie dus mit der Belüftung dort hälst.
Ansonsten würde ich dir noch wärmstens empfehlen, dass Tier, wenns wärmer draußen ist, der Sonne auszusetzten, sprich im Freiluftbecken. U.U. stellt es dann auch erst einmal durch die niedriegeren Temperaturen Nachts die Legeaktivitäten ein. So würde sich der Stoffwechsel des Tieres schnell stablisieren und mit etwas Glück, wächst es sogar noch!
Viel Erfol, Gruß Jan
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Beitragvon Fletscher » Mo 15 Mai, 2006 19:41

Hi,
im Moment scheint es wieder halbwegs zu fressen. Hat auch wieder etwas zugenommen.
Aber das mit der Freilufthaltung ist eine gute Idee. Ich glaube, das werde ich mal machen. Vergesellschaftung macht m.M. zur Zeit eh keinen Sinn. Es sei denn, ich finde ein ebensolches, kleinwüchsiges Männchen. Andernfalls wäre es sicher zuviel Stress ...
Ich glaube, das Alter passte damals schon. Ich habe das Tier von einem langjährigen, erfahrenen und auch aktivem Mitglied der IGP erworben. Apropos, schade eigentlich, dass solche "alten Hasen" sich hier so selten im Forum tummeln. Aber das nur mal so nebenbei.
Dank dir jedenfalls nochmal !!
Viele Grüße,
Fletscher
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Beitragvon reptiltom » Mi 24 Mai, 2006 13:10

Aprobos Suche
Bin seit längerer Zeit auch schon auf der Suche nach Phelsuma ornata,
jedoch nach einem Weibchen für mein Männchen.

Gruß
Tom
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Re: Phelsuma Ornata frisst nicht mehr ...

Beitragvon sualk1964 » So 06 Mär, 2011 11:06

Ist schon ein alter Beitrag den ich für mich auch nutzen möchte :oops: wenn es OK ist.
habe auch ein "ähnliches Problem"
Einer meiner beiden Nachzuchten aus Dez.12.2011 sieht sehr unterentwickelt aus gegenüber seinem Bruder,
aber auch gegenüber meinen vorherigen Nachzuchten ist er noch sehr klein, Mobilität und Häutung sind normal.
Möchte mal das ihr euch die Bilder anschaut und eventuell was dazu schreibt.
mfg Klaus alias sualk ;)
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Re: Phelsuma Ornata frisst nicht mehr ...

Beitragvon Reptil » So 06 Mär, 2011 15:28

Hallo Klaus,
ist die Frage jetzt wirklich dein Ernst?
Setz ihn einzeln und fertig!

Gruß Marcus
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Re: Phelsuma Ornata frisst nicht mehr ...

Beitragvon sualk1964 » So 06 Mär, 2011 18:30

Haste recht Marcus,
beim einzeln setzen wachsen alle auf und werden richtig versorgt bekommen alles was sie zur Entwicklung brauchen.
Gibt ja den einen der stärker in seinem Wesen ist der andere fällt in dem natürlichem Habitat durch.
Ist wahrscheinlich so ein Fall.
Bei anderen Nachzuchten sind alle in einem Terrarium das weit aus kleiner war zu recht gekommen, bis sich beide für das Weibchen interessierten.
Dem nach ist es einer der etwas schwächelt.
Ist ja nicht so das er kein Platz hat für Rückzug oder Sonnenplatz, das hat das ganze Terrarium durch Fenster(natürliche Sonne).
Klar werde ich ihn raus nehmen wenn er in Gefahr ist.
mfg sualk
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