HILFE - sehr große Bisswunde bei Phelsuma madagascariensis madagascariensis

Probleme bei der Fütterung? Welche Vitamine und Mineralstoffe? Hier geht es rund um die Ernährung unserer Pfleglinge.

HILFE - sehr große Bisswunde bei Phelsuma madagascariensis madagascariensis

Beitragvon Phelsumen Freund » Di 16 Jun, 2009 18:05

Hallo zusammen,

ich habe ein Phelsuma madagascariensis madagascariensis in Pflege, der eine sehr große Bisswunde an der rechten Rumpfseite hat. Sie ist geschlossen, etwas wilde Haut steht noch ab, ist aber dabei, gut zu verheilen. Seitdem ich ihn habe, hat er sich auch schon einmal gehäutet, wobei ich ihm etwas helfen musste, da er die Haut nicht alleine entfernt bekommen hat. Ich schätze, da er sehr geschwächt ist.

Ich sprühe tägl. mit Wasser, auch hat er Wasser und Sephia-Raspel zur Verfügung. Auch Heimchen. Doch fressen tut er seit 3 Wochen, seit dem ich ihn habe, nicht mehr. Ich gebe ihm immer auf die Nasenspitze einen Tropfen mit Babybrei und Karottensaft angereichert mit Vitaminpulver.

Ich mache mir nur langsam sehr Sorgen, da er keine Heimchen frisst, inzwischen auch kaum noch den Brei von der Nase leckt, sondern ihn statt dessen an der Terri-Einrichtung wieder abschmiert. Nur wie bekomme ich ihn wieder fit? Kann ihn ja schlecht ein Heimchen in den Mund stopfen.

HILFE - hat hier jemand Erfahrung?

Gruß, der Phelsumen Freund
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Re: HILFE - sehr große Bisswunde bei Phelsuma madagascariensis m

Beitragvon olaft » Di 16 Jun, 2009 19:40

Wie wäre es mit einem Besuch beim Tierarzt- reptilienkundig? Auflistung unter www.dght.de...

Eine sehr große Bisswunde kann durchaus Grund für fehlenden Appetit sein...

Gruß Olaf
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Re: HILFE - sehr große Bisswunde bei Phelsuma madagascariensis m

Beitragvon Phelsumen Freund » Di 16 Jun, 2009 20:56

Danke für die Rückmeldung!

Das würde ich sofort machen, doch da muss ich erstmal den Besitzer fragen (Fachgeschäft), der dies aber leider wohl nicht so für wichtig erachtet. Endweder, dass Tier schafft es, oder eben nicht. Würde die Tierarztkosten natürlich auch selbst tragen, obwohl es nicht mein Tier ist.

Hast du eine Ahnung, wie da so die Tierarztkosten liegen? Kenne die nur vom "normalen Tierarzt" für Katzen/Pferde etc. :Justsmile

Alle meine Exoten die mir gehören, den gehts gut :Love
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Re: HILFE - sehr große Bisswunde bei Phelsuma madagascariensis m

Beitragvon olaft » Mi 17 Jun, 2009 14:35

Sorry, da fehlt mir die Erfahrung (zum Glück!!!). Aber wenn schon ein Kontakt vorhanden ist zu einem "normalen" Tierarzt hilft vielleicht ja auch eine Nachfrage da- zumindest wegen Salbe, anderen Maßnahmen o.ä.

Sonst wird sich nach der Schilderung des Nichtfressens das "Problem" bald von selbst erledigt haben...

Gruß Olaf
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Re: HILFE - sehr große Bisswunde bei Phelsuma madagascariensis m

Beitragvon hamstaa » Mi 17 Jun, 2009 14:58

stell deinem madagascariensis auf jeden fall jeden tag nen schälchen mit frischhem wasser und angereichertem fruchtbrei in einer geschützen ecke zur verfügung
mit etwas glück geht er dann da wenigstens ran
wenn das tier so eine große bisswunde hat dann stand es auf jeden fall unter enormen stress nehme iich mal an
und wenn du ihm dann auch noch brei auf die nase schmierst wird das seine situation sicherlich nicht verbessern
ausserdem könntest du deinem pflegling damit zudem auch noch die nasenlöcher verkleben
weiß ja nicht wie geschwächt das tier schon ist
aber jedenfalls ist so eine fütterung meines erachtens nicht gerade förderlich

wenn du zum tierarzt gehst was sehr bald sein sollte dann nimm sofern vorhanden eine kotprobe deines tiers mit
denn auch damparasiten etc. könnten schuld an der nahrungsverweigerung sein (so hats mir mal mein ta erklärt)


welche beleuchtung hat dein tier denn und wie sieht es mit den klimatischen umständen aus (temperatur und luftfeuchtigkeit)
denn auch diese faktoren können einfluss auf aktivität fresslust und häutung haben

gruß malte
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Re: HILFE - sehr große Bisswunde bei Phelsuma madagascariensis m

Beitragvon Phelsumen Freund » Mi 17 Jun, 2009 19:58

Hey,

tausend Dank für die Rückmeldung. Wegen dem Brei auf der Nase - dass leckt er noch gut weg. Er krabbelt auch noch langsam durchs Terri. Die Nase ist immer frei. Darauf habe ich sehr geachtet.

Die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur entspricht exakt den Bedingungen für den Kleinen. Habe heut mit dem Besitzer gesprochen und auch schon mit dem Tierarzt telefoniert. Werde nochmal morgen mit nem Züchter tel.,ob er auch schon so einen Fall hatte. Berichte dann hier ;)

Habe das Gefühl, der Besitzer möchte nicht zuviel Geld in den Kleinen stecken. Habe daher für mich beschlossen, dass ich zum Wohle des Tieres den Rest aus meiner Tasche dazu finanzieren werde. Der ist mir einfach schon zu sehr ans Herz gewachsen. Er ist auch schon voll zahm, obwohl ich ihn erst seit 3 Wochen habe.

Ich verstehe nur nicht, warum er sich mit seinen Haftlamellen vor allem an beiden Vorderfüssen, nicht richtig halten kann. Das kommt noch zu allem Übel dazu. Ist mir nur erst jetzt, wo er etwas aktiver wird, aufgefallen. Ich denke, er ist sehr durch die Bisswunde entkräftet und fertig gewesen. Der Tierarzt sagte, er würde erstmal eine bakteriologische Untersuchung machen und eine Zwangsfütterung und mir diese zeigen, damit wir den Kleinen wieder fit kriegen. Je nachdem, was mir der Züchter morgen erzählt, werde ich sonst Freitag zum Tierarzt fahren.

Drückt mal die Daumen, dass wir den wieder hin kriegen :)

Sollte noch jemand einen Tip haben - immer her damit.
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Re: HILFE - sehr große Bisswunde bei Phelsuma madagascariensis m

Beitragvon Phelsumen Freund » Di 23 Jun, 2009 11:35

Hallo zusammen,

ich wollte an dieser Stelle mal kurz berichten:

Von meinem bekannten Züchter habe ich den Tip bekommen, den madagascariensis madagascariensis einmal täglich 1 -2 Std. in gleichbleibend warmen Wasser die Füsse zu baden, damit sich die Haftlamellen wieder lösen, damit er sich wieder halten kann. Die Zwangsernährung habe ich über eine weiche Pipette mir vom Tierarzt geholt und ihm nach jedem Baden damit Babybrei mit Karottenbrei eingeflöst, welcher mit Mineralien und Vitaminen angereichert war.

Und siehe da - er hat sich gestern wieder gehäutet, kann sich jetzt mit seinen Haftlamellen an den Scheiben halten und die Wunde sieht auch immer besser aus. Nun ist die wilde Wundwucherung mit der Häutung abgefallen und er ist wieder schön glatt auf der Wundseite. Nun muss nur noch die Haut zuwachsen, damit er wieder die volle Farbpracht zeigen kann.

Heimchen fressen habe ich ihn noch nicht sehen. Aber er sieht wieder viel besser aus uns ist auch etwas aufgeweckter - nicht mehr so apatisch wie zuvor. Nun gebe ich ihm wieder so Babybrei aus der Pipette, den er gestern auch super aufgenommen hat - ohne Zwangsernährung. Das war schon eine echte Tortur. Aber ich habe es nur 3 mal durchgeführt und in diesem Fall war es ausreichend.

Freu mich riesig :Justsmile Nun hoffe ich nur, dass er auch alleine ans Futter geht.

Bis dahin euch alles Gute.

Mari - Phelsumen Freund
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Re: HILFE - sehr große Bisswunde bei Phelsuma madagascariensis m

Beitragvon Phelsumen Freund » Di 23 Jun, 2009 13:40

:crying :crying :crying
Es hat nicht sollen sein. Wollte soeben den Besitzer des Phelsuma madagascariensis madagascariensis anrufen um ihm zu erzählen, was der Kleine für gute Vortschritte macht und sehe ins Terri und mein kleiner Schatz liegt auf dem Rücken am Boden.

Bin selbst am Boden zerstört. :Sadd :Sadd :Sadd

Solltet ihr so einen Fall haben hoffe ich für jeden, dass dieser dann gut ausgehen wird!!!
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