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Vergesellschaftung

BeitragVerfasst: So 12 Mär, 2017 15:34
von Blubbers
Hallo an alle,

Nach endlos langem Stöbern in diversen Büchern und dem Internet,wende ich mich nun direkt an euch und hoffe auf viele Meinungen und Ideen zu stoßen, die mir weiterhelfen. Leider habe ich bisher nicht die passende Antwort auf meine Frage gefunden.

Vor ca. 1,5 Jahren habe ich mir einen langjährigen Wunsch erfüllt und einen Goldstaubtaggecko zu mir geholt. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten , was das Terrarium betrifft, erfreut sich "Linchen" nun bester Gesundheit und einem, wie ich finde auch , Artgerechten Terrarium.
Allerdings möchte ich seit langem ein größeres Terrarium für sie haben,da meines "nur" die Mindestgrösse hat und ich ihr doch etwas mehr Platz bieten möchte. Außerdem auch eine tropischere Ausstattung. Soll ja auch optisch was hermachen.

Zudem ist der Wunsch nach zwei Phlesum grandis ebenfalls aufgekommen,da große Tiere ja doch auch nochmal ganz anders faszinieren.
Nun habe ich also in mühsamer Eigenarbeit die letzten Monate ein neues Terrarium gebaut. Maße: 100cmx100cmx180cm
Dieses habe ich mit vielen Klettermöglichkeiten,Verstecken,Pflanzen,Beleuchtung und Befeuchtungsamlage ausgestattet.

Nun also zu meiner Idee und meinem Problem.
Mir ist vollkommen klar, das Vergesellschaftungen schwierig sind, klappen können oder eben nicht.
Dennoch würde ich jetzt gerne von euch erfahreneren Züchtern,Haltern wissen, ob meine Idee von vornherein zum scheitern verurteilt ist oder ich ne Chance habe,dass es klappen könnte.

Ich würde nun gerne ,in das große Terrarium 2 Phelsuma grandis Jungtiere setzen (als Paar - männlich,weiblich) zusammen mit meinem Linchen (weiblich).
Mit folgendem Hintergedanke, die Jungtiere sind noch kleiner und sehen -wie ich hoffe- Linchen nicht als Futter an (habe nachgelesen,das könnte passieren) und da es ja auch viele Versteckmöglichkeiten und viel Platz gibt,hoffe ich auf ein friedliches Miteinander.

Könnte das klappen? Wenn ja, wie gehe ich am besten vor? Alle 3 gleichzeitig (nach der Quarantäne Zeit in der ja eh alle getrennt sind) ins neue Terrarium oder erst Linchen,dann die andern als Paar oder gar alle nacheinander?
Was kann ich beachten,damit es vielleicht besser klappt?
Oder ist es gar unmöglich?

Ich bin euch dankbar,für jeden Tipp,Idee und Rat.Meine Erfahrung als "junger" Halter ist es leider,man kann soviel lesen wie man will,die wahren Tücken merkt man erst wenn es soweit ist.

Plan B gibt es natürlich schon, wenn es nicht klappt,baue ich für Linchen ein neues Terrarium und bis dahin kommt/bleibt sie im Alten. Es geht ihr ja gut ;-)

Mit großem Dank im Voraus, Franziska

P.S Gerne zeige ich euch Bilder meines Terrariums!

Re: Vergesellschaftung

BeitragVerfasst: So 12 Mär, 2017 16:00
von Zocki82
Hallo Franziska,

das wird leider nicht gut gehen und ich rate davon ab.
Ja, kleine Jungtiere werden bis auf Ausnahmen gejagt und als Futter angesehen.
Allgemein vergesellschaftet man braune mit grüne Arten, aber nie zwei grüne (Phelsumen) miteinander. Auch hier gibt es Ausnahmen, aber bei deiner geplanten Konstellation wird dies nicht gut gehen.

Ebenso würde ich zwei Grandis-Jungtiere, selbst wenn das Geschlecht schon bestimmt ist, nie vor einem Alter von einem Jahr zusammensetzen. Zwar tritt die Geschlechtsreife recht früh (je nach Art ~9 Monaten ein), doch gerade das Weibchen wird im Wachstum zurückbleiben, wenn es ihre Energie stattdessen in die Eierproduktion stecken muss.
Ich selbst setze Pärchen ab 15 Monaten zusammen, um auf Nummer sicher zu gehen. Bei Maskaren-Phelsumen sogar erst nach 18 Monaten. Je nachdem wie die Tiere vorher gehalten wurden bis zum adulten Alter, können zu kleine Becken ebenfalls ein Wachstumsdefizit ausmachen, wie ich schon erfahren durfte.

Viele Grüße
Oliver

Re: Vergesellschaftung

BeitragVerfasst: So 25 Jun, 2017 22:04
von sualk1964
Wachstumsdefizit?wegen einem zu kleinem Terrarium!
Sowas absurdes, was soll den Wachstum verhindern?
Mfg Klaus

Re: Vergesellschaftung

BeitragVerfasst: Mo 26 Jun, 2017 15:45
von Zocki82
Hallo Klaus,

das kann man auch anders sagen...
Absurd ist es nicht, sondern Tatsache (selbst Erfahrung mit gesammelt) und wenn Du mal über den Tellerrand hinausschaust auch in anderen Bereichen wie der Aquaristik völlig normal.
Nur weil Du damit keine Erfahrungen gesammelt hast, heißt es nicht dass es nicht vorkommen kann.

Viele Grüße
Oliver

Re: Vergesellschaftung

BeitragVerfasst: Mo 26 Jun, 2017 20:42
von sualk1964
Hallo Oliver, entschuldige wenn du dich durch meine Schreibweise irritiert fühlst.
Ich habe das auch schon einige Jahre gemacht und betreibe es noch, auch Aquaristik.
Und es liegt bestimmt nicht an dem kleinen Becken, müsste ja im Umkehrschluß bedeuten im Meer wird der Guppy zum Wal.
Mfg Klaus

Re: Vergesellschaftung

BeitragVerfasst: Di 27 Jun, 2017 11:27
von Tomboy
Wenn du dich in der Aquaristik auskennen würdest wüstest du ,das Fische in kleineren Behältnissen ihr Wachstum einschränken. Das hat nichts mit Guppy als Wal zu tun. Beispiel: eine Prachtschmerle in einem 200l Aquarium wird meist nicht größer als 10 bis 12 cm. in der Natur werden sie aber 35cm. genau so ist es mit Kois im Gartenteich.
mit dem Wachstum bei Reptilien ist es meist anders. Sie wachsen halt immer wenn auch in geringerem Maße. Das Weibchen ihre Energie in die Eier stecken bei zu früher Verpaarung stimmt. Das hat dann auch, wie Oliver schon sagte, zur folge das sie nicht richtig auswachsen. Ob es auch bei der Beckengröße zu geringeren Wachstum kommt kann ich nicht sagen. Es ist bekannt das große schlangen in viel zu kleinen Behältnissen gehalten werden( sogar aufgezogen werden) und trotzdem wachsen.
mfg Thomas

Re: Vergesellschaftung

BeitragVerfasst: Di 27 Jun, 2017 15:39
von Zocki82
Hallo Thomas,

danke für die Bestätigung.
Mein Vater hat ein 1000l Becken und dort sind schon einige Arten deutlich im Wachstum nach vorn gesprungen, nachdem er bereits ältere Fische übernommen hatte.

Dass dies bei Reptilien/Phelsumen nicht ganz so ist, stimmt schon und mag wohl die Regel sein. Dennoch konnte ich es bei P. pasteuri und Phelsuma lineata lineata beobachten.
All meine Nachzuchten explodierten regelrecht, als ich sie vom 20x20x25 Becken in ein 20x30x50 Becken setzte im Alter von 4-6 Monaten.
Als dies mal aus Platzgründen nicht so früh möglich war (9 Monate), blieb das Tier im Wachstum zurück. Ich konnte nicht merklich beobachten, ob nach dem späteren Umsetzen und dadurch verlangsamte Wachstum dann noch ein Wachstum festzustellen war. Eine frühe Fürsorge ist hier wohl maßgebend.

Viele Grüße
Oliver

Re: Vergesellschaftung

BeitragVerfasst: Mi 28 Jun, 2017 20:12
von sualk1964
Hm, das wundert mich mit der Größe :-( mein Schwager hat auch ein 1000 Liter Becken und die Guppys werden nicht größer.
Mfg

Re: Vergesellschaftung

BeitragVerfasst: Do 29 Jun, 2017 11:25
von Tomboy
tja irgendwann haben sie die Endgröße die die Biologie vorgibt.

Re: Vergesellschaftung

BeitragVerfasst: Fr 30 Jun, 2017 21:49
von sualk1964
und wenn man ein Stör in ein Becken der Größe 1m x1m x1m sezt wird der nur so Groß wie ein Goldfisch?
ich glaube das wird alles zu sehr überbewertet.
mfg

Re: Vergesellschaftung

BeitragVerfasst: Sa 01 Jul, 2017 16:04
von Tomboy
ja glaubst du er wird so groß wie in freier Natur? ::Questionm

Re: Vergesellschaftung

BeitragVerfasst: Mo 03 Jul, 2017 12:21
von Blubbers
image1.JPG
Hallo Zocki,

ich danke dir auf jedenfall für deine ausführliche Antwort und habe mich nun also dazu entschieden die Tiere in 2 separaten Terrarien zu halten. Während sich mein Phelsuma laticauda bester Gesundheit erfreut, macht mir mein Neuzugang mittlerweile sichtlich Sorge.

Ich habe mir vor ca. 2 Wochen ein Phelsuma grandis vom Züchter geholt. NZ 01/17 und laut Züchter eindeutig ein Männchen,was aufgrund seiner Körperstatur durchaus zutreffend ist (wirkt recht "massiv" obwohl er noch klein ist) .
Ich habe darauf verzichtet ihn anzufassen und selbst zu schauen,da der Umzug ja ohnehin immer stressig ist. Dachte, das kann ich später mal nachholen,wenn er vielleicht mal an der Scheibe "klebt".
Momentan steckt er im Quarantäne Terrarium und die ersten Tage war er fit,agil und hat sich viel gezeigt und gefressen. Seit 2-3 Tagen ist er sehr zurück gezogen,frisst Heimchen nur wenn man sie ihm vor der Nase präsentiert und bewegt sich ein wenig seltsam.
Zuerst dachte ich,ich warte einfach mal ab und schau wie es sich entwickelt. Jetzt konnte ich vorhin ein Bild machen,wie er am Bambus hängt und ich finde er hat eine unnatürliche Haltung. Es wirkt irgendwie sehr verkrampft... hat einer eine Idee was das sein könnte,was dem armen Kerl fehlt? Wie ich helfen kann? Letztendlich wird wohl ein Besuch beim Tierarzt anstehen,wollte mir nur erstmal hier Rat holen,bevor ich ihn wieder in eine Transportbox stecke und rumfahre :-/
Kotprobe ist beim Test und das Ergebnis steht momentan noch aus.

Die Farbe des Tieres wirkt auf dem Bild recht matt,dass liegt aber am Foto selbst,in echt hat er eine schöne Farbe,die ist unauffällig.

Vielen Dank für eure Hilfe,
lg Franziska

Re: Vergesellschaftung

BeitragVerfasst: Mo 03 Jul, 2017 20:17
von Tomboy
also von 1.17 zu sagen eindeutig Männchen bezweifel ich.