Kalksäckchen von P. lineata

Dieser Bereich des Forums dient zum Gedankenaustausch über unsere gemeinsamen Pfleglinge, die Taggeckos. Hier können Fragen gestellt werden, über die unsere Berichte keine Auskunft geben oder über die man vertieft etwas erfahren möchte. Dinge, die einem in der täglichen Beobachtung der Tiere aufgefallen sind, können hier zur Diskussion gestellt werden. Alle Besucher dieser Seite sind herzlich eingeladen sich mit Fragen und Antworten am Forum zu beteiligen.

Re: Kalksäckchen von P. lineata

Beitragvon guntheri » Sa 15 Jun, 2013 18:12

Peter schreibt:
Guntehri hat oben auf eure langjährige Erfahrung plädiert. Wenn Ihr zusammen seit 350 Jahren Phelsumen pflegt, ja dann sollten euch doch zumindest teilweise diese oben von mir beschriebenen Ansätze bekannt sein, oder nicht (!) 1 Ich habe Respekt vor Züchtern die es schaffen Böcke zu ziehen, 2 die es schaffen gesunde und Dynamische Tiere dauerhaft zu pflegen und deren Kalktaschen nicht aussehen, wie die Ohren von Dumbo dem fliegenden Elefanten (!) Aus diesem Grund kann jemand 1000 Jahre Erfahrungen als Halter besitzen, wenn etwas suboptimal verläuft, diskutiere ich trotzdem sehr gerne darüber.

zu ! Ich laube nicht das nur Züchtern diese fall lösen,da spielt noch was anders mit kann mich nicht vorstellen das es nur die Bruttemperatur ist.
zu 2 Danke fur das compliment ,7 Jahren Rosa alle Tieren sind noch am leben und putzmunter,mehr als 10 jungtieren ( 3 sind leider verspeist durch die Mama,sind ins Terra geschlupft und ich war zu spät).
Rosagularis hat auch kein großes Kalk bedurfnis und die jungtieren bekommen das sowieso nicht (kan das nicht richtig dosieren).
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Re: Kalksäckchen von P. lineata

Beitragvon m.roesch » Mo 17 Jun, 2013 2:25

Lieber Peter

Freut mich, dass du bereits auf meine Antwort gewartet hast, zeigt es mir doch, dass dir meine Meinung wichtig ist. :Justsmile Ich verstehe zwar nicht, wie du bei meinem Post auf eine borbonica Theorie kommst, habe ich doch die borbonica bloss als Beispiel einer Maskarenen-Phelsuma erwähnt, aber das ist ja eigentlich auch egal und ob ich was neues zu melden habe (sollte ich? :roll: ) eigentlich ebenfalls.

Wenn du schon schockiert bist, dass ich den Unterschied zwischen Madagassischen- und Maskarenen-Arten nicht erkenne, was soll ich denn sein, dass du keinen individuellen Unterschied beim Calciumbedarf innerhalb ein und derselben Art feststellen kannst? :-Whow Nicht jedes Tier benötigt gleich viel Calcium! Klar ist das auch etwas Artabhängig, ich bezweifle allerdings stark, dass es sich so einfach in die Gebiete Madagaskar, Seychellen, Komoren, Andamanen und Maskarenen einteilen lässt. Es fängt ja schon bei deinen Ausnahmen innerhalb der Gebiete an. Glaubst du, es gibt vielleicht noch weitere?
Rechenbeispiel: Sowohl borbonica, aus auch die von guntheri genannte rosagularis stellen Ausnahmen im Gebiet der Maskarenen-Arten dar. Das bedeutet, dass von derzeit neun rezenten Arten/Unterarten (die Invasiven und ausgestorbenen Arten mal ausgenommen) vier eine Ausnahme darstellen. Deine Theorie trifft demnach also auf maximal 5/9 oder 55.56 % der Maskarenen-Arten zu...nur so als Denkanstoss. ;)

Du darfst mir gerne deine Halter von flavigularis, welche bisher noch keine Aggressivität feststellen konnten, per PN schreiben (gehört ja eigentlich nicht hier her, sorry das ich das angesprochen habe). Ich habe aber bisher vermehrt gegenteiliges gehört!

Ich weiss zwar nicht, was du mit den Fotos von trächtigen Weibchen bezwecken möchtest, aber ja, ein schönes flavigularis Weibchen hast du da. ;)

Mora Mora
Markus
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Re: Kalksäckchen von P. lineata

Beitragvon Dieter » Mo 17 Jun, 2013 8:59

Hallo Peter

Ich will weder deine Erfahrung mit Phelsumen noch dein Fachwissen in Frage stellen, aber die Absolutheit deiner Aussagen kommt mir schon etwas schräg rein. Ich bin zwar überhaupt nicht der Phelsumen-Guru und meine persönliche Erfahrung beschränkt sich auf einige wenige Arten, die ich aber doch schon ein paar Jährchen pflege. So erlaube ich mir ein paar Feststellungen zu äussern, die irgendwie nicht mit deinen Theorien übereinstimmen:

- Ich habe hier ein über 10-jähriges laticauda-Weibchen, das seit vielen Jahren übergrosse Kalksäckchen hat. Das Tier hat bis vor etwa 2 Jahren regelmässig Eier gelegt, was aber keine Reduktion der Kalksäcke zur Folge hatte. Das Tier bekam sein Leben lang kein zusätzliches Kalzium supplementiert und als Vitamin-Präparat, das auch sehr sparsam zum Einsatz kam, verwendete ich bis vor etwa 2-3 das von dir so hochgelobte Korvimin.

- Meine mittlerweile auch schon etwas älteren klemmeri-Weibchen, die nach deinen Aussagen kaum zusätzliche Kalzium benötigen, versorge ich regelmässig mit zusätzlichem Kalzium, dennoch haben beide keine wirklich sichtbaren Kalksäckchen.

- Und dann habe ich hier noch zwei etwa 5-jährige grandis-Schwestern sitzen, die aus dem gleichen Gelege stammen und während ihres gesamten bisherigen Lebens immer zusamen waren (entsprechend auch das Gleiche zu futtern bekamen). Dennoch hat das eine Weibchen deutliche, relativ grosse Kalksäcke, während beim anderen kaum was zu sehen ist.

Soweit meine bescheidene Erfahrung zu diesem Thema. Ich will das auch gar nicht mehr weiter kommentieren, störe mich aber daran, dass man eigene Theorien so absolut darstellt und dabei allen anderen Haltern, bei denen diese Theorien nicht vollumfänglich greifen, nicht artgerechte Haltung vorwirft, denn ich muss Markus vollkommen recht geben, eine individuelle Komponente spielt da nach meiner Meinung auch eine entscheidende Rolle.

Gruss Dieter
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Re: Kalksäckchen von P. lineata

Beitragvon Guimbeaui82 » Mo 17 Jun, 2013 10:20

Hi Markus,
Ich wage es stark zu bezweifeln, dass comoren und Seychellen phelsume noch eine 4. Kategorie zugeordnet werden müssen, wenn es um die Kalkversorgung geht. Bei phelsuma borbonica könntest du recht haben. Vor zwei Jahren machte ich eine Umfrage zum Thema Rachitis, wo borbonica im Vergleich zu den anderen maskarenen Arten relativ unauffällig blieben. Es könnte ja sein das hier ein Zusammenhang besteht. Der Bericht kommtübrigen sehr bald, liegt nur zur Fachlichen Absegnung bei Exomed.

Das es Unterschiede zwischen guimbeaui und Rosagularis gibt, Sorry das will ich Dir einfach nicht Glauben. Wie gesagt postet die Bilder eurer trächtigen Tiere, ich bin sehr gespannt mehr zu erfahren und lasse mich gerne belehren.

Dieter! Meine 3 Einstufungen sind Richtlinien und kein Maßstab! Dazu kommt, das ich geschrieben habe. Dass sich über die Jahre ein geschultes Auge entwickelt und man ja auch jeder Zeit aktiv in das Geschehen eingreifen kann, wenn die Kalktaschen zu groß werden!

Zu laticauda,
Vielleicht war Dein Korvimin abgelaufen, oder Du hattest den Deckel mal vergessen zu schleißen, sodass kein D3 mehr vorhanden war!? Vielleicht ist das Wasser in Deiner Region sehr Kalklastig?
Zu grandis
Zwei Weiber über Jahre ist ja auch keine Optimale ausgangssituation. Vielleicht wurde ein Tier unterdrückt ohne das es von außen erkennbar war? Das eine Tier konnte eventuell mehr Nahrung zu sich nehmen, als das andere? Komisch, meine grandis hatten eigentlich gerade bei Korvimin niemals große Kalktaschen, aber ich möchte Dir da auch recht geben es gibt individuelle Einzelfälle und dafür braucht man eben neben einer Einstufung ein geschultes Auge, damit es nicht soweit kommt!

Zu Klemmeri,
Das Tier ist dann vielleicht eine Ausnahme! Wie gesagt stellt Bilder ein! Ich werde gerne weitere Bilder meiner Weiblichen Tiere einstellen! Dieter Korvimin ist nicht nur gut, es ist MEGA !!! Es ist für Phelsumen das beste ! Da fällt mir gerade ein, hast du nicht damals gepostet du verwendest Calcicare ????

Nette Grüsse
Peter
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Re: Kalksäckchen von P. lineata

Beitragvon Dieter » Mo 17 Jun, 2013 12:13

Nein Peter, ich verwende nicht Calcicare und hab's noch nie verwendet. Ich habe auf Herpetal umgestellt, weil der Vertriebskanal von Korvimin hier so gut wie inexistent ist und ich die Zusammensetzung von Herpetal genauso gut finde (hat sogar etwas weniger Kalzium drin als im Korvimin). Das D3 dürfte auch nicht das Problem sein, sind meine Terrarien doch mit potenten UV-Strahlern der neusten Generation ausgestattet ;) .
Dass 0.2 grandis nicht unproblematisch ist, ist mir bewusst. Da die Tiere aber in freier Zimmerhaltung leben, haben sie genügend Platz um sich aus de Weg zu gehen. Gefüttert werden sie zu einem grossen Teil ab Pinzette, so dass eine ausgeglichene Verteilung einigermassen gewährleistet ist.

Gruss Dieter
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Re: Kalksäckchen von P. lineata

Beitragvon Guimbeaui82 » Mo 17 Jun, 2013 20:47

Bild[/URL]
Hier noch ein Bild eines trächtigen modesta modesta, mit der Farbvariante isakae. Zur Zeit halte ich 1.5 und alle Tiere haben dicke und gesunde Kalktaschen Polster. Wenn Tiere schon mal keine Ansätze von Kalktaschen zeigen, benutze ich zoo med daygecko Food. Ich konnte die Beobachtung machen, das die Tiere nach einer Kost, Taschen aufbauen. Isakae stürzt sich aus voller Leidenschaft auf das

Gruß
Peter
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