Erster kleiner "Unfall"

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Erster kleiner "Unfall"

Beitragvon skizZ » Sa 30 Mär, 2013 20:33

Puh, heute bin ich wirklich erschrocken als ich nach Hause gekommen bin.
Auf der Suche nach meiner grandis Dame um Ihr die frisch gekauften Grillen zu verfüttern habe ich sie heute das erste mal nicht finden können.
Ich habe in der Mitte des Terrariums senkrecht einen dicken Bambus mit etwa 18cm durchmesser aufgebaut, an dem sie am aller liebsten hängt. Heute habe ich auch diesen abgesucht und ich habe nur eine Schwanzspitze gesehen. Irgendwie hat sich im Laufe der Zeit über die komplette Länge der Bambus einmal geteilt und es sind zwei kleine Spalte entstanden. Nicht dicker als 1cm. Irgendwie hat sie es aber geschafft sich da hinein zu quetschen und ich dachte, dass sie feststeckt.
Also habe ich versucht ihr zu helfen und habe den Bambus etwas voneinander gebogen worauf sie auch direkt rausgesprungen kam und total verängstigt war. Ich habe den Spalt nun so groß gemacht, dass ich mit meiner Hand hinein fassen kann. Das sollte nun auch meinem grandis genügen um das dicke Bambusrohr als Versteck nutzen zu können :)

Warum ich das schreibe? Zum einen weil mir sowas noch nie passiert ist und der Schreck doch noch tief sitzt nach all den Stories die man hier so liest und zum anderen als kleiner Erfahrungsbericht was im Laufe der Zeit mit Bambusstangen passieren kann.

In diesem Sinne frohe Ostern :)
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Re: Erster kleiner "Unfall"

Beitragvon sualk1964 » So 31 Mär, 2013 10:07

Ich glaube das sich Holz durch die Aufnahme (hygroskopisch) von Feuchtigkeit verändern (quellen/schwinden) kann weiß wohl fast jeder, heißt ja nicht umsonst was bewegt sich mehr Beamter oder der Stuhl auf dem sie sitzen ;)
mfg
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Re: Erster kleiner "Unfall"

Beitragvon Dieter » So 31 Mär, 2013 18:51

Hi
Dieses Thema hatten wir schon öfter, aber scheinbar ist es gut, dass es wieder einmal erwähnt wird. Bambus kann schnell zur tödlichen Falle werden, denn je nach Temperatur und Feuchtigkeit arbeitet Bambus ganz ordentlich.

Gruss Dieter
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Re: Erster kleiner "Unfall"

Beitragvon josua » So 31 Mär, 2013 19:23

... kann übrigens auch mit anderen Materialien passieren, mir ist letzte Woche ein P. kochi in eine Herkulesstaude gestiegen und zwischen den Abteilen ist mit der Zeit ein Loch entstanden, da zwängte sie aus irgendeinem Grund den Kopf durch (möglicherweise ist eine H. mercatorius da rein entflohen) und ich fand sie dann tot. War gar nicht einfach, sie da wieder herauszukriegen. Ähnliches passiert auch im Biotop, so fand ich in einer Ravenala madacascariensis eine verklemmte, hoch gravide Hemiphyllodactylus t. typus . Eine Phelsuma klemmeri klemmte ebenfalls mal in einem Bambusspalt, das Tier konnte ich aber noch frühzeitig bergen. Das mit dem Verklemmen ist leider ein altbekanntes Problem, das leider zu schnell einfach mal nicht bemerkt wird und wodurch Tiere verenden. Dass Bambus und andere Materialien arbeiten (wie Dieter erwähnt) ist sicherlich ein Faktor, der die Gefahr noch erhöhen kann, doch auch ohne diesen Umstand schaffen es gewisse Tiere sich so zu verklemmen, dass sie es nicht mehr raus schaffen.

lg
Josua
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Re: Erster kleiner "Unfall"

Beitragvon skizZ » Mo 01 Apr, 2013 17:57

Hallo,

dann hatte ich wohl wirklich Glück gehabt. Allerdings ist es hier eher so, dass sich mein Gecko sehr gerne zeigt. Es fällt mir also sofort auf, wenn ich sie mal längere Zeit nicht sehen sollte. Und spätestens wenn ich die Pinzette in der Hand habe, hängt sie an der Scheibe.
Ich weiß nicht ob Geckos aus solchen Dingen lernen. Aber obwohl der Spalt nun wirklich breit genug ist, habe ich sie seit dem kein einziges mal mehr beim reinklettern erwischt.

Ich wünsche euch noch schöne Ostern :)
Flo
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Re: Erster kleiner "Unfall"

Beitragvon Dieter » Mi 03 Apr, 2013 7:36

skizZ hat geschrieben:Ich weiß nicht ob Geckos aus solchen Dingen lernen.

Ich würde mich nicht drauf verlassen.

Gruss Dieter
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